MAIL00037 - i:mail: Whitelisting mit Filterregeln
Bitte beachten Sie:
Die nachfolgende Kurzanleitung beschreibt lediglich eine Behelfslösung, mit der Sie E-Mail in Ihr Postfach zustellen lassen können. Ein Whitelisting per Filterregel ist jedoch keine echte Whitelist, weshalb eine solche Lösung im Einzelfall zu Problemen führen kann.
Im Bereich der Spam-Filterung gibt es nur eine Sache, die noch tückischer als Spam-E-Mails selbst sind: E-Mails, die fälschlicherweise vom Spamfilter als Spam deklariert werden und ungelesen im Nirvana verschwinden. Besonders ärgerlich ist dieses, ‚false positives’ genannte Phänomen im Zusammenhang mit Bestellungen oder generell bei der Korrespondenz mit Geschäftspartnern und solchen Personen, auf deren E-Mails Sie angewiesen sind.
Grundsätzlich unterstützt i:mail zunächst keine Whitelist, auf die Sie alle Mailserver und Domains eintragen könnten, von denen Sie auf jeden Fall E-Mail erhalten möchten, ohne, dass der Spamfilter diese vorher aussortiert.
Allerdings ist es dennoch möglich, ein effektives Whitelisting auf Ihrem centron Mailaccount einzurichten – mit Hilfe entsprechender Filterregeln.
Kurz gesagt weisen Sie in einer solchen Filterregel den Mailserver an, Mails von bestimmten Absendern auf jeden Fall in Ihren Posteingang zuzustellen.
Wie Sie Filterregeln definieren, wurde Ihnen bereits im Rahmen dieses Supportbereichs im Artikel MAIL0036 aufgezeigt. Bei einer Filterregel, die dafür sorgen soll, dass Sie E-Mail von bestimmten Absendern oder mit bestimmten Betreffzeilen auf jeden Fall erhalten, können Sie prinzipiell ähnlich vorgehen wie etwa beim Einrichten einer Regel, die Spam aussortiert.
Folgende Punkte sind für ein Whitelisting entscheidend:
- wenn Sie die Regel für Ihre gesamte Domain konfigurieren möchten, loggen Sie sich mit dem Benutzer ‚mailadmin’ in das Web-Interface ein, wenn Sie die Regel lediglich für einen einzelnen Benutzer konfigurieren möchten
- erstellen Sie nun eine Regel folgendem Beispielschema:
Feld: Von beinhaltet
Phrase: @centron.de
Filter-Aktion: Verschieben Sie die Nachricht in diese Mailbox:
Bestimmungsort: main
- die obige Beispielregel würde nun dafür sorgen, dass alle E-Mails, deren Absender die Phrase ‚@centron.de’ enthalten, automatisch in Ihren Posteingang zustellen
- intern verwaltet i:mail den Posteingang über die Mailbox mit der Bezeichnung ‚main’, nicht, wie man vermuten könnte, über die Bezeichnung ‚Inbox’ – wenn Sie also als Bestimmungsort ‚Inbox’ angeben, so wird ein neuer Mailbox-Ordner namens ‚Inbox’ erstellt, in den die E-Mails zugestellt werden – diesen Ordner sehen Sie nicht, wenn Sie etwa mit einem Mailclient wie Outlook per POP3 Ihre E-Mails abrufen
- Sie können die obige Beispielregel selbstverständlich nach Belieben verändern und an Ihre Bedürfnisse anpassen
Einige weitere Hinweise:
Damit eine solche Filterregel auch greift, müssen Sie sicherstellen, dass die Regel abgearbeitet wird, bevor Sie Spam aussortieren lassen – das heißt, falls Sie bereits Filterregelungen zur Spam-Bekämpfung eingerichtet haben, müssen Sie Ihre Whitelist-Regel nun in der Abfolge der Filterregeln nach oben verschieben, damit die Whitelist-Regel vor der Spamfilter-Regel verarbeitet wird.
Nun müssen Sie lediglich noch eine mögliche Fehlerquelle beachten: wenn Sie z.B. domainweite Filterregeln eingerichtet haben (mit dem mailadmin-Benutzer) und nun eine Whitelist-Regel für einen einzelnen Mailbenutzer (etwa info@ihredomain.de) erstellen, so greifen die domainweiten Filterregeln stets, bevor die Filterregeln der einzelnen Benutzer abgearbeitet werden.
Das heißt effektiv, dass Sie eine solche Whitelist-Regel entweder ebenfalls domainweit erstellen müssen, oder aber Ihre Spamfilter-Regeln für jeden einzelnen Benutzer einrichten, damit Sie überblicken können, in welcher Abfolge Ihre Regeln verarbeitet werden.
