Cloud Computing für Internationale Unternehmen

Die heutigen schnellen Internetverbindungen ermöglichen es, Rechner aus der Ferne zu nutzen. Zudem machen mobile Endgeräte es möglich, fast von jedem Ort aus auf das Netz zuzugreifen.

Die heutigen schnellen Internetverbindungen ermöglichen es, Rechner aus der Ferne zu nutzen. Zudem machen mobile Endgeräte es möglich, fast von jedem Ort aus auf das Netz zuzugreifen. Das bedeutet nicht nur, dass Mitarbeiter von zuhause oder unterwegs aus auf IT-Ressourcen im Unternehmen zugreifen können, sondern ermöglicht es auch, die Firmen-IT oder Teile davon an externe Dienstleister outzusourcen. Das ist besonders auch für international agierende Firmen interessant.

Bessere und billigere IT

IT-Outsourcing zielt wie jede Form des Outsourcing zunächst darauf ab, Kosten zu sparen, indem man Geschäftsprozesse nicht selbst durchführt, sondern an externe, spezialisierte  Anbieter vergibt, welche effizienter arbeiten. Der Ausdruck Cloud Computing für das Outsourcen von IT rührt daher, dass man in Funktionsdiagrammen Teile, bei denen im jeweiligen Zusammenhang lediglich interessiert, was sie tun, aber nicht, wie sie es tun, oft als Wolken darstellt. Genauso verhält es sich beim Cloud Computing: Was mit den Daten „in der Wolke“ genau geschieht, braucht den Anwender nicht zu interessieren. Er muss nur wissen, wie er seine Daten dorthin bringen und wieder hervorholen kann.

Speziell im Falle der IT spart Outsourcing nicht nur Kosten, sondern kann sogar auch die Qualität der Prozesse verbessern. Die IT hat in aller Regel wenig bis nichts mit dem Kerngeschäft eines Unternehmens zu tun, sondern ist ein reines Hilfsmittel und wird daher – natürlich nicht zuletzt aus Kostengründen – oft auch stiefmütterlich behandelt. Aufgrund rechtlicher und praktischer Anforderungen müssen oft teure Ressourcen an Technik und Personal vorgehalten werden, welche den überwiegenden Teil der Zeit nicht ausgenutzt werden, aber dennoch laufende Kosten verursachen. Beim IT-Outsourcing hingegen mietet man jeweils nur die im Augenblick benötigte Kapazität an und bezahlt auch nur für diese. Da sich bei den IT-Dienstleistern die Kosten für die Ressourcen auf viele Kunden verteilen, können sie zudem modernere Technik, besseres Personal und höhere Kapazitäten haben, als es sich einzelne Unternehmen für ihre hauseigene IT leisten können. Vor allem kann man auch die ganze Sorge um Datenschutz und -sicherheit auf diese Weise dem Dienstleister überlassen, der über das erforderliche Personal und Knowhow verfügt.

Flexible Anbindung

Besonders auch international tätige Firmen können beim IT-Outsourcing ihre IT an einem dafür besonders günstigen Standort konzentrieren, auf den dann von den einzelnen Niederlassungen aus zugegriffen werden kann. Wenn sich die IT einer Firma nicht im Hause befindet, sondern bei einem Dienstleister, ist sie auf jeden Fall für Fernzugriffe – in der Regel über das Internet – eingerichtet. Daher ist es rein technisch kein Problem, sie von jedem Ort aus zu nutzen: Die Firmen-IT ist immer nur so weit weg wie der nächste Internetzugang. Auf diese Weise können sowohl Niederlassungen auf der ganzen Welt versorgt werden als auch Mitarbeiter auf Geschäftsreisen. Auch der Umzug einer Niederlassung oder sogar des Hauptsitzes an einen anderen Standort ist problemlos möglich. Am neuen Standort muss dann nicht erst eine komplette IT aufgebaut und in Betrieb genommen werden, sondern man muss lediglich die Workstations aufstellen und an das Internet anschließen. So ist eine umgezogene oder neu aufgebaute Niederlassung des Unternehmens in kürzester Zeit voll einsatzfähig.

Gerade auch für kleinere Firmen bietet das IT-Outsourcing oder Cloud Computing interessante Möglichkeiten: Wenn man seine Geschäfte auf ein weiteres Land ausdehnen möchte, genügt hinsichtlich der Infrastruktur vor Ort oft zunächst ein Büro mit einem Internetzugang. Über die Cloud haben die Mitarbeiter dort sofort vollen Zugriff auf die volle Funktionalität der Unternmehmens-IT.

Cloud Computing kann also Vorteile bringen, sollte aber nicht unüberlegt eingeführt werden. Die Vor- und Nachteile des IT-Outsorcing sollten abgewogen und die Einführung als wohl durchdachter und geplanter Prozess stattfinden.