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Was ist Failover? So machen Sie Ihre Systeme ausfallsicher


Failover bezeichnet in der IT eine automatisierte Ausfallsicherung, wenn beim primären IT-System ein unerwarteter Fehler auftritt. Konkret bedeutet das: Fällt ein Server oder ein Service aus, übernimmt automatisch ein Ersatzsystem die anfallenden Tasks, ohne dass ein Techniker manuell eingreifen muss. Dadurch lässt sich die Verfügbarkeit von Servern und darauf betriebenen Diensten enorm steigern. Failover-Systeme werden häufig als Cluster realisiert und kommen vor allem bei sehr sensiblen Systemen und Services zum Einsatz, die ständig verfügbar sein müssen. Hierzu zählen etwa Online-Shops, ERP-Systeme, virtuelle Arbeitsplätze, aber auch IoT- oder Industrie 4.0-Anwendungen.

 

Generell lassen sich Failover Services direkt auf dem Server, in der Backend-Datenbank oder im Netzwerk implementieren. Sie können eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen:


Datenbanken vor Systemausfall schützen

Fällt der Hauptserver etwa wegen eines Hardwarefehlers aus, so übernimmt der lokal oder in der Cloud betriebene Backup Server automatisch die Hosting-Aufgaben. Im Gegensatz zum Switchover ist beim Failover kein manueller Eingriff eines Technikers notwendig.


Sicherheit bei Wartungsarbeiten

Es gehört zu der Natur von IT-Systemen, dass sie regelmäßig mit Updates versorgt müssen, um Risiken in der Cybersicherheit zu minimieren. Failover Systeme lassen sich bei geplanten Wartungsarbeiten einfach und unkompliziert umschalten und nacheinander patchen.


Individuelle Hardware- und Netzwerkkonfiguration

Meist bestehen Failover Systeme aus zwei Servern, um sich gegenseitig vor Ausfällen zu schützen. Alternativ lassen sich jedoch auch Cloud Server und Server Cluster aus vielen Einzelsystemen verwenden. Dies ermöglicht dem Support eine vollständige Fehlerbehebung im Live-Betrieb, ohne dass Verbindungsprobleme entstehen.


Was lässt sich alles per Failover sichern?

In der IT lassen sich mittlerweile fast jede Hardware, Software, Applikationen und Services automatisiert sichern. Hierzu zählen beispielsweise:


  • Prozessoren
  • Storage sowie Netzwerk- und Cloud-Speicher
  • Netzwerkkomponenten wie Switches, Firewalls, Proxys oder Loadbalancer
  • Netzwerkverbindungen
  • Jede Art von Server (z.B. Webserver, Mailserver, Datenbankserver, Application Server, SQL Server etc.)
  • Datenbanken

Was ist ein Failover Cluster?

In der Praxis wird Failover meist mit Hilfe eines Clusters realisiert. Ein Cluster ist ein Verbund aus zwei oder mehr Servern, die dem Betreiber Continous Availability (CA), Fault Tolerance (FA) und High Availability (HA) garantieren. In der Praxis heißt das: Fällt das Produktivsystem aus, gibt es mindestens einen Server als Backup, der dann einspringt und alle anfallenden Aufgaben übernimmt. Ein Cluster besteht entweder aus physischer Hardware oder setzt sich aus verschiedenen virtuellen Maschinen zusammen. Neben dem reinen Failover bieten Cluster oft auch weitere Cluster Technologien wie Load Balancing, Parallele Prozessverarbeitung oder innovative Storage-Lösungen, die die Performance verbessern. In einer Übersicht erklären wir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Cluster-Technologien.


 
centron-Failover-Service

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Für wen ist Failover interessant?

Failover Services und -Cluster sind für alle Anwendungen empfehlenswert, die zwingend permanent erreichbar sein müssen. Solche Dienste lassen sich in so gut wie jedem Unternehmen finden. Tatsächlich erleben wir es in der Praxis häufig, dass Kunden dem Thema zunächst skeptisch gegenüberstehen. Allerdings überwiegen meist die Vorteile.

Sicherlich, gerade wenn ein Failover mit einem Cluster realisiert wird, entstehen dadurch zusätzliche Kosten. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht entstehen aber weitaus mehr Schäden durch den Ausfall kritischer Systeme. Das sind zum einen monetäre Einbußen, wenn etwa Mitarbeiter durch den Ausfall von Produktivsystemen nicht mehr richtig arbeiten können. Zum anderen können Schadensersatzforderungen von Kunden und Partnern, die durch einen Ausfall bedingt sind, im Raum stehen. Auf der anderen Seite wiegen oft auch Imageschäden schwer, wenn Kunden über einen längeren Zeitraum nicht mehr auf Dienstleistungen zugreifen können. Unternehmen und deren Services, die oft von Systemausfällen betroffen sind, gelten in der Presse schnell als unzuverlässig. Dies wirkt sich negativ auf das gesamte Business aus.


Failover-Schutz implementieren

Failover gibt Unternehmen die Sicherheit, dass sie sich stets auf die Systeme verlassen können und nicht von unvorhergesehenen Verbindungsabbrüchen überrascht werden. Wenn die Netzwerkinfrastruktur korrekt konfiguriert ist, bietet Failover nahtlosen und vollständigen Schutz vor den meisten - wenn nicht sogar vor allen - Serverausfällen. Sie ist zudem integraler Bestandteil jedes Notfallwiederherstellungsplans eines Unternehmens. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die sich kein eigenes Cluster leisten können oder möchten, gibt es kostengünstige Shared-Lösungen. Mit cProtect beiten wir beispielsweise einen kostengünstigen Failover Service für virtuelle und dedizierte Managed Server an, der die IT-Infrastruktur zuverlässig gegen Ausfälle absichert.