Private Cloud: Unternehmenskritische Daten im Netz

Private Cloud, dieser Begriff ist derzeit in aller Munde. Viele bekannte Unternehmen bieten heute Cloud-Dienste an, sei es in der Form von E-Mail-Diensten, Speicherplatzbereitstellung im Netz oder auch MP3- bzw. Musikplayer.  Der gemeinsame Vorteil all dieser Dienste besteht darin, dass Sie als Nutzer von überall Zugriff auf Ihre Daten haben. Und das mittlerweile nicht nur von einem PC aus, sondern auch von den meisten Smartphones. Einzige Voraussetzung ist eine Internetverbindung und in manchen Fällen eine passende App, die in der Regel vom Anbieter der Dienste kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Was für private Daten bereits so einfach geht, sollte doch für Firmendaten auch möglich sein. Im Gegensatz zu dem klassischen Public Cloud Computing, wie man es beispielsweise von Amazon, Google und auch Microsoft kennt, bekommen Sie bei der Private Cloud die Infrastruktur vom Anbieter dediziert und angepasst zur Verfügung gestellt.

Dies nennt sich Infrastructure as a Service (IaaS) und bietet Ihnen eine zugesicherte Infrastruktur in einem Rechenzentrum, welche Sie exklusiv nutzen können. Da es sich bei der Infrastruktur um eine virtuelle Umgebungen handelt, können diese individuell nach Ihren Anforderungen erstellt und auch später noch flexibel an Ihre Wünsche angepasst werden. Es entfällt damit der gesamte administrative Aufwand für die Hardware für Sie, um diesen Teil kümmert sich der Anbieter Ihrer Cloud.

Den Unterschied zwischen der Private Cloud und einer Public Cloud betrachtet man am besten auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Die erste Ebene wirft einen Blick auf die zugrundeliegende Infrastruktur. Hier teilt sich der Benutzer einer Public Cloud die Ressourcen mit anderen Benutzern, welche auf die gleichen Dienste der Public Cloud zugreifen. Dies hat zur Folge, dass es zu Schwankungen in der Systemleistung kommen kann, welche der Benutzer nicht direkt beeinflussen kann.

Hingegen erhält der Kunde eines Private Cloud Angebotes dedizierte Systemressourcen zugeteilt, eben genau diese, welche der Kunde erworben hat.  Diese Leistung wird ihm dann auch garantiert.

Die zweite Ebene betrifft die Flexibilität der angebotenen Funktionalität. Bei der klassischen Public Cloud werden vom Anbieter in der Regel die Rahmenbedingungen bzw. vorinstallierten Programme zur Verfügung gestellt, hierzu gehören beispielsweise Betriebssysteme, Firewall-Konfigurationen, VPNs oder ähnliches. Der Nutzer kann somit nur diesen Funktionsumfang nutzen, Anpassungen sind meistens nur sehr begrenzt möglich.

Die Private Cloud hingegen bietet hier vollste Flexibilität. Sie als Kunde bestimmen selber welche Funktionalität Sie Ihren Nutzern bereitstellen wollen und welche Lizenzen bzw. virtualisierte Infrastruktur Sie benötigen.

Kurz zusammengefasst ergeben sich hieraus folgende Vorteile der Private Cloud:

  • Systemumgebung
    Sie als Kunde müssen sich nicht um die Hardware, das Netzwerk oder die Ausfallsicherheit kümmern. Auch etwaige Kosten durch Hardware-Reparaturen sind somit vom Anbieter zu tragen.
  • Flexible Anpassung an Ihre Unternehmensentwicklung
    Durch die gebotene Flexibilität der Private Cloud müssen Sie nicht bereits am Anfang alle Eventualitäten einplanen, sondern können die Anforderungen an die Leistung der Private Cloud zum aktuellen Zeitpunkt zu Grunde legen. Spätere Anpassungen an die Entwicklung Ihres Unternehmens sind jederzeit möglich.
  • Flexible Leistungsanpassungen
    Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus den technischen Gegebenheiten, wie die Private Cloud technisch beschaffen ist. Bei der zur Verfügung gestellten Umgebung handelt es sich in der Regel um virtuelle Maschinen, welche auf einem Hostrechner mittels einer Virtualisierungssoftware wie z.B. VMWare oder HyperV bereitgestellt werden. Da somit die Umgebung der Private Cloud erst einmal unabhängig von der darunterliegenden Hardwareplattform ist, kann die Umgebung sehr einfach und flexibel Ihren Leistungswünschen angepasst werden.
ServerRack

Praxisnahe Beispiele

Um die Vorteile und Anwendungsbereiche etwas näher zu beleuchten, nachfolgend zwei praxisnahe Beispiele, welche die potentielle Nutzung einer Private Cloud verdeutlicht.

Die dezentrale Unternehmensstruktur

Stellen Sie Sich vor, Ihr Unternehmen hat neben einer Zentrale noch fünf weitere Standorte und an jedem dieser Standorte unterhalten Sie eine kleine, aber eigenständige IT-Infrastruktur. Diese IT-Infrastruktur benötigt ein Mindestmaß an Pflege und Wartung, welche unabhängig der dortigen Clients ist. Zudem müssen in den meisten Fällen noch Daten zwischen der Zentrale und der Filiale ausgetauscht werden, welches je nach Datenmenge und -beschaffenheit weiteren Aufwand bedeutet. Hier bieten die Vorteile der Private Cloud ein enormes Potential Kosten, wie auch den Unterhaltungsaufwand der IT, einzusparen.

Projektbezogene Arbeitsweise

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie benötigen für ein spezielles Projekt spontan erhöhte Systemresourcen, sei es Rechenleistung oder auch mehr Speicherplatz. Mit der Private Cloud können Sie die gewünschte Systemleistung nur durch ein paar Klicks in der Konfigurations-Weboberfläche an Ihre Anforderungen anpassen.

Gleiches gilt für die Konstellation, wenn Sie beispielsweise nur für die Laufzeit eines bestimmten Projektes eine getrennte Infrastruktur benötigen. Im klassischen Fall schaffen Sie einen eigenständigen Server inklusive aller Lizenzen an, der nach Abschluss des Projektes erst einmal nicht mehr benötigt wird. Auch hier bietet sich eine Private Cloud an, die nur für den benötigten Zeitraum gemietet wird. Sie binden weniger Kapital an Hardware und Lizenzen und können die benötigte Infrastruktur ganz flexibel an Ihr aktuelles Projekt anpassen.

Haben Sie unternehmenskritische Daten und wünschen eine Private Cloud?

Unser Team erstellt für Sie gerne ein individuelles Private Cloud Angebot.

Was bietet centron?

Das Private Cloud Hosting von centron bietet Ihnen die Möglichkeit, die hier angeführten Vorteile für Ihr Unternehmen zu nutzen und dadurch Kosten und Aufwand effizienter zu gestalten.

Das gesamte Management Ihrer Private Cloud erfolgt über eine einfach zu bedienende Web-Oberfläche. Zusätzlich werden verschiedenste Managementfunktionen über eine API zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine feingranulare Regelung der benötigten IT-Kapazitäten, zudem können hierüber auch direkt verschiedenste Windows, Linux oder FreeBSD Distributionen installiert bzw. vorkonfiguriert werden.

Auf technischer Seite sorgen nicht nur zwei getrennte Stromkreise für Ausfallsicherheit, auch die Datenspiegelung auf mehrere physikalische Maschinen und getrennte Server für das Management-System bieten hier Sicherheit. Jegliche dieser Sicherungen gehören ebenfalls zum Funktionsumfang, damit Ihre Daten jederzeit sicher sind.

Servereinbau