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Snapshot

Der Begriff Snapshot (Schnappschuss) bezeichnet ganz allgemein die Momentaufnahme des Zustandes eines technischen Systems bzw. einer Teilkomponente oder eines technischen Prozesses zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt.

Insbesondere versteht man unter einem Snapshot die vom Betriebssystem, von Bildverarbeitungsprogrammen und Browsern bereitgestellte Funktion, den momentanen Inhalt entweder des ganzen Bildschirms oder lediglich eines Fensters zu erfassen und zu speichern. Ausgelöst wird diese Funktion zum Beispiel durch das Tippen der Druck-Taste, wobei dann der erfasste grafische Inhalt in den Zwischenspeicher abgelegt wird. In Browsern geht die Abbildung über den sichtbaren Bildschirmbereich hinaus und erfasst den ganzen sonst nur durch Scrolling erreichbaren Browserinhalt. Und bei Videos ermöglicht das Framegrabbing, einen Snapshot des Videobildes zu machen.

Im Speicherbereich ist ein Snapshot die Kopie einer Festplatte zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dateiänderungen, die nach dem Zeitpunkt des Snapshots gemacht werden, bleiben unberücksichtigt. Bei einer schnellen Datensicherung werden die Anwendungen kurz vor dem Erstellen des Snapshots heruntergefahren und danach wieder hochgefahren. Bei einem solchen schnellen Verfahren wird zum Beispiel das Dateisystem eingefroren und es werden nur die Datenblöcke in den Snapshot kopiert, die verändert wurden, sodass nur tatsächlich veränderte Datenblöcke doppelt verwaltet werden. Dieses Verfahren wird copy-on-write genannt und vor allem bei transaktionsbasierenden Speichersystemen wie LVMs (Logical Volume Manager) verwendet, wobei die jeweiligen Kopien der Blöcke und der Metadaten den jeweiligen Schnappschüssen zugeordnet werden.

Bei der redirect-on-write-Methode dagegen bleibt bei einem Schreibvorgang die Originaldatei zunächst unangetastet. Die neuen Daten werden auf einen anderen Ort der Festplatte geschrieben. Nach Beenden des Schreibvorganges werden die Originaldaten dem Snapshot und die neuen Daten dem Master-Volume zugeordnet.

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