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Bitkom-Studie: Wie digital arbeiten deutsche Unternehmen?


Gemäß einer Studie des Branchenverbandes Bitkom hat Corona deutsche Büros dauerhaft digitaler gemacht. Der vom Bitkom alle zwei Jahre veröffentlichte Digital Office Index steigt im Durchschnitt von 55 Punkten im Jahr 2020 auf 59 Punkte im Jahr 2022.

 

Die Pandemie hat die Digitalisierung deutscher Unternehmen spürbar beschleunigt. Auf Basis einer aktuellen Umfrage schätzt der Branchenverband Bitkom diese Entwicklungen in seiner diesjährigen Studie "Digital Office – Wie digital arbeiten deutsche Unternehmen?" als nachhaltig ein. Der Branchenverband untersucht seit 2016 alle zwei Jahre den sogenannten Digital Office Index. In diesem Jahr wurden 1.102 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten aus allen Wirtschaftsbereichen befragt. Der Fokus der Studie lag auf den Auswirkungen der vergangenen beiden Pandemiejahre.


Zweifel am Nutzen der Digitalisierung schwinden

Die letzten Vorbehalte gegenüber dem wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung scheinen inzwischen ausgeräumt: 49 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Corona-Pandemie einen nachhaltigen Digitalisierungsschub ihres Geschäftsmodells ausgelöst hat, beinahe genauso viele der Unternehmen (44 Prozent) meinen außerdem derartige Auswirkungen auf die eigenen Geschäftsprozesse beobachtet zu haben.

Der Trend hin zum Digitalen wird vor allem im Kommunikationsbereich deutlich (s. Grafik unten). Heute greifen 72 Prozent der befragten Firmen auf Videokonferenzen zurück – 2018, in der letzten vorpandemischen Ausgabe der Studie, waren es gerade einmal 48 Prozent. Den entgegengesetzten Effekt konnte Bitkom bei den analogen Kommunikationswegen erkennen: Per Fax kommunizieren inzwischen nur noch 40 Prozent der Firmen (22 Prozent weniger als 2018) und per Briefpost nur noch 48 Prozent (23 Prozent weniger als 2018).

 
 

Während sich simple digitale Tools wie Videokonferenzen und Chats bereits durchgesetzt haben, kommen komplexere Funktionen wie die Kollaboration mit Externen und das Wissens- und Dokumentenmanagement hingegen noch relativ selten zum Einsatz, wie folgende Grafik des Bitkom zeigt:

 
 

Anstieg des Digital Office Indexes

Mit dem sogenannten Digital Office Index misst der Bitkom die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen auf einer Skala von 1 bis 100. Im Durchschnitt ist der Index von 55 Punkten im Jahr 2020 auf 59 Punkte im Jahr 2022 gestiegen. In seinem Bericht vergleicht der Bitkom die befragten Unternehmen nach Branchen und Unternehmensgrößen (s. Grafik unten). Nach Branche haben Banken und Finanzdienstleister mit 61 Punkten die Nase vorne, während die öffentliche Verwaltung mit 52 Punkten auf dem letzten Platz landet. Nach Unternehmensgrößen schneiden große Firmen (68 Punkte) im Durchschnitt besser ab als mittlere Unternehmen (63 Punkte) oder kleine Unternehmen (58 Punkte).

 
 
 

Quelle: Bitkom