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IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland wächst


Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland geht gestärkt aus der Corona-Krise hervor: Im zweiten Corona-Jahr 2021 setzte die Branche durchschnittlich 13,1 Prozent mehr um als im Vorjahr.

 

Dank einer starken Nachfrage nach IT-Beratung, Individualsoftwareentwicklung und Systemintegration durften sich die in Deutschland aktiven IT-Dienstleistungsunternehmen über ein ordentliches Umsatz-Plus im zweiten Corona-Jahr freuen. Das starke Wachstum der Branche belegt die Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder.


Höchstes Wachstum seit 2007

Mit einem Wachstum im Bereich der IT-Beratung war 2021 zu rechnen – dass der Inlandsumsatz im zweiten Jahr der Corona-Krise gleich um 13,1 Prozent zulegte, war dennoch überraschend. Einen höheren Wachstumswert erreichte die Branche zuletzt 2007. Im ersten Coronajahr 2020 belief sich das durchschnittliche Wachstum noch auf 4,7 Prozent.

Während sich im Jahr 2020 noch 33 Prozent der IT-Dienstleister mit schrumpfenden Einnahmen herumplagen mussten, waren es 2021 nur noch 17 Prozent. Jeder zweite IT-Dienstleister konnte seine Einnahmen im Jahr 2021 um mindestens 10 Prozent verbessern, jede vierte Firma erzielte ein Umsatzplus von mindestens 20 Prozent. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 25 Prozent beziehungsweise 6 Prozent.

Die Wachstumszahlen im IT-Dienstleistungsmarkt sind laut Lünendonk auf zwei zentrale Punkte zurückzuführen:

 
Unternehmen aus allen Branchen stehen vor einem enormen Digitalisierungs- und Transformationsdruck und benötigen – oft mangels eigener Erfahrungswerte – externe Expertise. Daher ist der Bedarf an Digital- und IT-Experten aufgrund der nun stattfindenden Nachholeffekte bei der digitalen Transformation so hoch wie nie zuvor. Zudem sehen wir ein Spannungsfeld aus hoher Nachfrage nach externen Digital- und IT-Experten und einem sehr angespannten Fachkräftemarkt. Daraus verschärft sich der Wettbewerb um IT-Expertinnen und Experten, was wiederum bei manchen Themen zu höheren Honoraren führt.

Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk

 

Vollständige Studie erscheint im Juli

Die genannten Zahlen sind erste Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2022 „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder. Die umfangreiche Marktstudie mit Sonderkapiteln zum IT-Mittelstand sowie zu den führenden internen IT-Dienstleistern soll voraussichtlich im Juli 2022 erscheinen. Hierfür wurden neben rund 90 IT-Dienstleistern auch etwa 140 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt. IT-Dienstleister und ihre Kunden erhalten so wichtige Kennzahlen und umfassende Informationen für ihre weiteren Planungen.

Generell scheinen die Aussichten für die kommenden Jahre auf jeden Fall positiv:

 
In diesem Marktfeld rechnen die IT-Dienstleister mit einem Umsatzplus von durchschnittlich 12,9 Prozent für 2022 und 12,6 Prozent für 2023.

Tobias Ganowski, Junior Consultant bei Lünendonk