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IDC-FutureScape: IT-Trends ab 2023


Der IDC FutureScape 2023 sieht As-a-Service-Produkte und -Prozesse sowie vernetzte Technologien als zwei der wichtigsten Entwicklungen der Technologiebranche in den nächsten 2-3 Jahren.

 

In der neuesten Ausgabe ihres FutureScape-Berichtes wagen die MarktforscherInnen von International Data Corporation (IDC) eine Prognose auf die Entwicklung der weltweiten IT-Branche in den Jahren ab 2023. Konkret wurde untersucht, wie externe Faktoren die Business-Ökosysteme in den nächsten 2 bis 3 Jahren beeinflussen werden und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Als große Gewinner sehen die ExpertInnen dabei As-a-Service-Prozesse und smarte Produkte.

Im Folgenden wollen wir die zehn wichtigsten Prognosen aus der Studie kurz vorstellen.

1. Aufkommen von As-a-Service-Prozessen und intelligenten Produkten.
IDC geht davon aus, dass sich die Anzahl an Tech-Unternehmen in den G500 in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird. Ihr verstärkter Fokus auf aaS-Elemente wie verbesserte Kundenerfahrungen oder intelligente Prozessautomatisierung in Verbindung mit digital optimierten Produkten werde die IT-Budgets in Zukunft dominieren.

2. Zunahme vernetzter Technologien.
Eine der sichtbarsten Entwicklungen in der IT-Branche in den nächsten Jahren wird die stärkere Bereitstellung vernetzter Technologien sein. Ausschlaggebend sollen hier laut IDC die Kostenaspekte sein, weitere Vorteile sollen diese Entwicklung jedoch begünstigen – darunter die verbesserte digitale Ausfallsicherheit, der schnellere Zugang zu innovativen Technologien in großem Maßstab sowie die Vereinfachung der Systeme und die Verringerung der technischen Schulden.

3. Fachkräftemangel wird Nutzen von IT-Investitionen begrenzen.
Sowohl Unternehmen als auch IT-Anbieter werden in die Weiterentwicklung der notwendigen Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Kollaboration und kritischem Denken investieren müssen. Rick Villars (Group Vice Präsident Worldwide Research bei IDC) zufolge werden Geschäftsstrategie und Lernstrategie Hand in Hand mit der Technologiestrategie gehen müssen, um die derzeitigen Schwierigkeiten bei der Suche nach den für das digitale Geschäft erforderlichen Talenten und Fähigkeiten zu meistern.

4. Digitale Souveränität wird sich auf Personal, Budgets und Betriebsprozesse auswirken.
Cloud- und As-a-Service-Angebote werden im Mittelpunkt der Entwicklungen im Bereich der digitalen Souveränität stehen. Die Anforderungen an die Sicherheit und den Wohnsitz dürften dabei einige IaaS/PaaS-Workloads zu lokalen Cloud-Anbietern treiben, während Mandate für einen nachhaltigen Betrieb das Interesse an souveränen Angeboten (mit lokalen Partnern) bei globalen Cloud-Anbietern steigern werden.

5. Rasches Wachstum von aaS-Ausgaben führt zu größerer Aufmerksamkeit.
Einer der wichtigsten Vorteile einer effektiven Nutzung von aaS liegt in einer erheblichen und nachhaltigen Verringerung der betrieblichen Belastungen sowie in einem viel schnellerer Zugang zu Innovationen. Die Bemühungen um eine Eindämmung der Ausgaben müssen sich darauf konzentrieren, zu bewerten, welche Dienste die versprochenen betrieblichen und innovativen Werte liefern.

6. Dienstanbieter können Fachwissen einfacher bereitstellen.
Mit dem Übergang zu mehr standardisierten, auf Leitebenen basierenden aaS-Angeboten und dem verstärkten Einsatz von KI und Automatisierung werden Anbieter von Sicherheit, Daten und kritischem branchenspezifischem Wissen und Prozessen in der Lage sein, die Kosten und die Wissensbasis sehr hochwertiger Experten auf eine größere Anzahl von Kunden zu verteilen und einfach zu nutzen.

7. Technologie-Lieferketten werden ein kritisches Thema bleiben.
IDC geht davon aus, dass im Jahr 2025 eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen digitalen Produkteinführungen aufgrund von globalen oder regionalen Problemen in der Silizium- und Code-Lieferkette erhebliche Verzögerungen erfahren werden. Um das zu vermeiden, werden Entscheidungsträger auf quantifizierbare Ergebnisse von ihren Cloud-Anbietern drängen, in Supply-Chain-Intelligenz investieren und Multisourcing-Strategien anwenden.

8. Die Umstellung auf Control-Plane-basierte Systeme wird nicht einfach sein.
IDC geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen, die versuchen, vernetzte Technologien zu nutzen, mit einer Vielzahl von isolierten Steuerungssystemen zu kämpfen haben werden.

9. Schaffung von Vertrauen in die Automatisierung wird erfolgsentscheidend sein.
Auch wenn erhebliche Risiken, die aus mangelndem Vertrauen resultieren, unwahrscheinlich erscheinen mögen, so sind ihre Auswirkungen in Bezug auf das Branding und die Notwendigkeit, die Vertrauensbildung neu zu beginnen, doch erheblich. Die Schaffung von Vertrauen in die Automatisierung erfordert eine stärkere Konzentration auf die Dynamik des menschlichen/organisatorischen Verhaltens.

10. Maschinelle Bildverarbeitung wird ein neues Level erreichen.
Für die maschinelle Bildverarbeitung prophezeit IDC stark verbesserte Erlebnisse in der realen Welt. Gerade diejenigen Unternehmen, die sich in digital optimierten Arbeits-, Games und Gesundheitsbereichen etablieren, dürften einen langfristigen Vorteil in Sachen Kundenbindung sowie bei der Verbesserung der Geschäftsergebnisse auf der Grundlage intelligenter Datennutzung haben.


Quelle: IDC Corporate