Künstliche Intelligenz in der Medizin

Moderne KI-Assistenten revolutionieren die Medizin: Ob Dokumentation, Terminvergabe, Hilfe bei radiologischen Befunden, Auswertung von Daten oder Diagnostik. Forscher bauen sogar an KI-gestützten Robotern als OP-Helfer, die irgendwann vielleicht sogar autonom operieren können.

Hinter dem enormen Potenzial, dass KI für die Medizin und Medizintechnik bereithält, stehen auch große Herausforderungen. Es werden hier nicht „nur“ personenbezogene Daten verarbeitet (bereits die müssen geschützt werden!), sondern eben vor allem sensible Gesundheits- und Patientendaten. Eine Herausforderung, die besonders hohe Compliance erfordert.

Ersetzt die KI künftig Ärzte?

Die KI wird Ärztinnen und Ärzte definitiv nicht ersetzen, so viel ist klar. Sie kann aber als Assistenz große Chancen bieten: Auswertung großer Datenmengen, Auffälligkeiten in Bildern oder Befunden schneller sichtbar machen und dabei helfen, Therapien oder Risiken besser einzuschätzen. Auch in der Verwaltung kann KI entlasten, wie etwa bei der Dokumentation, dem Terminmanagement, der Abrechnung oder der strukturierten Aufbereitung von Patienteninformationen. Dadurch bleibt im Idealfall mehr Zeit für das, was im Gesundheitswesen entscheidend ist: die persönliche Betreuung von Patientinnen und Patienten.

Was bedeutet die erhöhte Compliance-Anforderung im Medizinbereich?

Neben den großen Chancen, die die KI bietet, sind einige Stolpersteine zu verhindern: Datenschutz, Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und ein klar definierter Rechtsraum müssen von Anfang an mitgedacht werden. Für den Einsatz von KI hat das direkte Folgen: Medizinische Daten dürfen nicht unkontrolliert in beliebige Systeme fließen, Trainings- und Analyseprozesse müssen nachvollziehbar bleiben und Verantwortlichkeiten klar geregelt sein. Gerade bei KI-Anwendungen im Gesundheitswesen zählt deshalb nicht nur, was technisch möglich ist, sondern ob Daten sicher, DSGVO-konform und auditfähig verarbeitet werden können.

Wie ist die rechtliche Lage für die Verarbeitung von Gesundheits- und Medizindaten?

Gesundheitsdaten bei großen Hyperscalern zu verarbeiten ist keine Option. US-Gesetze wie der US Cloud Act ermöglichen US-Behörden den Zugriff auf Daten US-basierter Anbieter – auch bei Speicherung in der EU. Das kollidiert mit europäischen Datenschutz- und Gesundheitsrechtsvorgaben und schafft ein strukturelles Rechtsrisiko.

Seit dem 1. Juli 2024 regelt § 393 SGB V den Cloud-Einsatz im Gesundheitswesen. Cloud-Verarbeitung darf nur innerhalb Deutschlands, der EU oder eines anerkannten Angemessenheitsstaates erfolgen. Die datenverarbeitende Stelle muss eine Inlands-Niederlassung besitzen und ein aktuelles C5-Testat nachweisen.

Welche Rolle spielen Cloud-Anbieter für Medizindaten?

Cloud-Anbieter, wie centron, spielen eine große Rolle für Unternehmen, die Medizindaten verarbeiten: Sie müssen über unabhängig geprüfte Zertifizierungen, wie die ISO 27001 nach IT-Grundschutz für generelle IT-Sicherheit sowie das C5-Testat, das sich speziell an Cloud-Anbieter richtet, verfügen. Die zunehmende Bedrohungslage im Cyberraum macht hohe Sicherheitsstandards für Cloud-Dienstleister im Gesundheitswesen unverzichtbar.

Könnte Sie auch interessieren:

Unsere Zertifikate und Maßnahmen für eine sichere und datensouveräne Cloud

Sichere Cloud aus Deutschland – DSGVO-konform & ISO-zertifiziert

Zukunftsmedizin: Wie KI das Gesundheitswesen transformiert

Ein Mensch in einem weißen Arztkittel mit Stethoskop um den Schultern sitzt an einem Schreibtisch und hat eine Hand auf der Tastatur eines Laptops, mit der anderen schreibt die Person etwas auf.

Kostenlosen Account erstellen

Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie Zugang zu unseren Cloud Produkten.