S3-kompatibler Object Storage – Merkmale, Servicepläne, nutzungsbasierte Metrik, SLA-Spezifika und Backup-Regelungen.
Leistungsumfang, Servicepläne, Metrik und SLA-Spezifika für centron Object Storage.
centron Object Storage stellt Kunden eine skalierbare, objektbasierte Datenspeicherung über ein S3-kompatibles Protokoll bereit.
Der Dienst ist für die Speicherung und Verwaltung großer, unstrukturierter Datenmengen optimiert, insbesondere für:
Die Bereitstellung erfolgt in Form von Speichereinheiten („Buckets“), die unabhängig voneinander erstellt, genutzt, skaliert und gelöscht werden können. Die Datenhaltung erfolgt redundant.
centron Object Storage ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugriff auf gespeicherte Daten über standardisierte Schnittstellen.
Der Zugriff auf die gespeicherten Daten erfolgt über das S3-kompatible Protokoll und wird ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen (z. B. HTTPS/TLS) zugelassen. Unverschlüsselte Zugriffsversuche werden plattformseitig abgewiesen.
Der Kunde kann innerhalb seiner Buckets Daten (Objekte) im Rahmen der technischen Spezifikationen jederzeit ablegen, modifizieren oder löschen. Die systemseitige Redundanz gewährleistet dabei eine hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Daten im normalen Betrieb.
Optional kann der Kunde eine Funktion zur Unveränderlichkeit von Daten („Object Lock“) aktivieren. Diese Funktion schützt Objekte für einen vom Kunden definierten Aufbewahrungszeitraum (Retention Period) vor jeglicher Änderung oder Löschung (WORM-Prinzip: *Write Once, Read Many*).
Der maximal konfigurierbare Zeitraum für den Object Lock kann durch centron plattformseitig begrenzt werden. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die gewählten Sperrzeiten seinen gesetzlichen oder internen Compliance-Vorgaben entsprechen. Eine vorzeitige Aufhebung eines aktiven Object Locks durch centron ist technisch und rechtlich ausgeschlossen.
centron Object Storage wird als einheitlicher Service ohne gestaffelte Servicepläne bereitgestellt.
Der Funktionsumfang umfasst die Bereitstellung und Nutzung von Buckets sowie die Speicherung und Verwaltung von Objekten innerhalb dieser Buckets. Eine Differenzierung erfolgt nicht über separate Tarifmodelle, sondern über die tatsächliche Nutzung der Ressourcen.
Die Abrechnung des centron Object Storage erfolgt nutzungsbasiert je angefangener Stunde und je angefangenem Gigabyte gespeicherter Daten.
Die Abrechnung umfasst ausschließlich die tatsächlich genutzte Speicherkapazität. Weitere Kosten können durch zusätzliche Funktionen oder durch Nutzung angrenzender Dienste entstehen, sofern diese separat vereinbart sind.
Die Verfügbarkeit ist definiert als der prozentuale Anteil der Zeit, in der das System betriebsbereit ist und ein Zugriff auf gespeicherte Daten möglich ist. Nicht berücksichtigt werden Einschränkungen, die durch kundenseitige Konfigurationen oder durch kundenseitig verursachte Zustände entstehen.
Die von centron grantierte monatliche Verfügbarkeit des centron Object Storage beträgt 99,9 %.
Die Datenhaltbarkeit („Durability“) beschreibt die Fähigkeit des Systems, gespeicherte Daten dauerhaft und ohne Verlust zu speichern. Sie wird anhand der Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes berechnet.
Die Datenhaltbarkeit beschreibt die systemseitige Fähigkeit des Object Storage, einmal erfolgreich geschriebene Objekte dauerhaft gegen physischen Verlust oder Beschädigung (z. B. durch Hardwaredefekte im Rechenzentrum) zu schützen. centron gewährleistet durch eine hochredundante Speicherarchitektur eine dem aktuellen Stand der Technik entsprechende, maximale Datenhaltbarkeit. Die Datenhaltbarkeit beschreibt die physische Integrität der Speicherplattform; sie stellt keine Backup-Garantie gegen logischen Datenverlust (z. B. versehentliches Löschen oder Überschreiben von Daten durch den Kunden) dar.
Backup und Wiederherstellung von Daten sind nicht Bestandteil des centron Object Storage Services und liegen vollständig im Verantwortungsbereich des Kunden.
Der Kunde ist verpflichtet, eigenständig geeignete Maßnahmen zur Sicherung seiner Daten zu implementieren und regelmäßig zu überprüfen.
Der Kunde ist für die Konfiguration seiner Buckets sowie insbesondere für die Vergabe und Verwaltung von Zugriffsrechten vollständig verantwortlich. Fehlkonfigurationen, insbesondere unbeabsichtigte öffentliche Zugriffe, liegen im Verantwortungsbereich des Kunden.
Die Erstellung und Wiederherstellung von Backups erfolgen ausschließlich durch den Kunden.
Sofern die Funktion „Object Lock“ aktiviert wird, gilt, dass die betroffenen Daten für den definierten Zeitraum nicht verändert oder gelöscht werden können. Während dieses Zeitraums ist eine Deaktivierung oder Entfernung des Object Lock nicht möglich.
Die Nutzung von Object Lock kann Auswirkungen auf die Vertragslaufzeit haben, da eine Löschung der betroffenen Daten erst nach Ablauf des definierten Zeitraums möglich ist. Auch im Falle einer vorzeitigen Vertragsbeendigung bleiben die Daten bis zum Ablauf des Object Lock Zeitraums gespeichert.
Der Anbieter ist technisch nicht in der Lage, Daten vor Ablauf des gesetzten Object Lock Zeitraums zu löschen. Der Kunde erkennt dies ausdrücklich an.
Nach Ablauf des Object Lock Zeitraums kann eine Löschung der Daten erfolgen, sofern keine abweichenden Vereinbarungen bestehen.
Die Nutzung des Object Storage erfolgt über standardisierte S3-Schnittstellen. Für den Zugriff und Export der Daten ist in der Regel ein S3-kompatibler Client erforderlich.
Bei Fragen zu Leistungsumfang, Serviceplänen oder SLA-Spezifika der centron Cloud Services ist unser Team direkt erreichbar.
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