Ristretto, qimgv, Nomacs – drei Top-Image Viewer für Linux
Ristretto
Ein einfacher & schneller Image viewer
Ristretto ist ein schlanker image viewer für Linux, bei dem Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund stehen. Obwohl er Standard für die Xfce-Desktopumgebung dient, funktioniert er auch auf anderen Linux-Desktops sehr gut und ist somit eine hervorragende Wahl für Nutzer, die einen schnellen, übersichtlichen und GUI-basierten image viewer ohne unnötigen Schnickschnack suchen.
Wichtige Funktionen von Ristretto
- Schnelle Startzeiten: Öffnet Bildformate wie JPEG, PNG, WebP, GIF, BMP, TIFF und SVG in weniger als 100 ms – selbst auf leistungsschwachen Geräten wie Raspberry-Pi-Systemen oder älteren Notebooks.
- Minimaler Ressourcenverbrauch: Benötigt nach dem Start weniger als 30 MB RAM und eignet sich dadurch hervorragend für schlanke Linux-Distributionen und ältere Hardware.
- Einfache und übersichtliche Benutzeroberfläche: Konzentriert sich auf das Bild selbst und bietet ein ablenkungsfreies Layout mit schnellem Zugriff auf wichtige Funktionen.
- Effiziente Thumbnail-Navigation: Enthält eine Vorschauleiste, die das Durchsuchen von Bildordnern schnell und komfortabel macht.
- Tastaturorientierte Navigation: Unterstützt intuitive Tastenkombinationen wie Pfeiltasten zur Navigation,
+/-zum Zoomen,F11für den Vollbildmodus undDeletezum Verschieben von Dateien in den Papierkorb. - Slideshow-Unterstützung: Ermöglicht Vollbild-Diashows mit konfigurierbaren Übergangszeiten.
- Grundlegende Bearbeitungsfunktionen: Bietet sofortige Dreh-, Spiegel- und Zoomfunktionen sowie Unterstützung für das Öffnen von Bildern per Drag-and-Drop.
- Integration in Desktop-Dateimanager: Ermöglicht das direkte Öffnen von Bildern aus Dateimanagern wie Thunar, Nautilus oder PCManFM.
- Wayland- und X11-Unterstützung: Läuft zuverlässig sowohl unter modernen Wayland-Sitzungen als auch in klassischen X11-Umgebungen.
- Schlanke Abhängigkeiten: Lässt sich schnell installieren und vermeidet große GNOME- oder KDE-Abhängigkeitspakete.
So installierst du Ristretto
Zur Installation von Ristretto kannst du diese Befehle verwenden:
# Debian/Ubuntu
sudo apt install ristretto
# Fedora/RHEL
sudo dnf install ristretto
# Arch
sudo pacman -S ristretto
So nutzt du Ristretto
1. Ein einzelnes Bild öffnen
ristretto example_image.jpg
Dieser Befehl öffnet eine einzelne Bilddatei mit dem Namen example_image.jpg aus dem aktuellen Arbeitsverzeichnis. Wenn die Datei im aktuellen Ordner vorhanden ist, wird sie sofort in Ristretto geöffnet.
2. Mehrere Bilder öffnen
ristretto example_image1.jpg example_image2.jpg
Dieser Befehl öffnet mehrere Bilddateien gleichzeitig aus dem aktuellen Verzeichnis. Wenn sowohl example_image1.jpg als auch example_image2.jpg vorhanden sind, werden sie gemeinsam in Ristretto geladen und können bequem durchsucht werden.
3. Bilder aus einem Verzeichnis öffnen
ristretto .
Dieser Befehl öffnet alle Bilder im aktuellen Verzeichnis. Der Punkt (.) steht für den aktuellen Ordner. Wenn sich mehrere Bilder in deinem aktuellen Verzeichnis befinden, lädt Ristretto sie alle.
4. Bilder nach Muster öffnen
ristretto *.jpg
Dieser Befehl öffnet alle Bilder mit der Dateiendung .jpg im aktuellen Verzeichnis. Du kannst *.jpg durch ein anderes Muster ersetzen, um unterschiedliche Dateitypen oder Namenskonventionen gezielt auszuwählen.
5. Bilder aus einem bestimmten Verzeichnis öffnen
ristretto /path/to/images
Dieser Befehl lädt alle Bilder, die im Verzeichnis /path/to/images gespeichert sind. Ersetze den Platzhalterpfad durch den tatsächlichen Ordner, den du durchsuchen möchtest.
6. Bilder mit einer bestimmten Endung öffnen
ristretto *.png
Dieser Befehl zeigt alle PNG-Bilder an, die sich im aktuellen Verzeichnis befinden. Du kannst das Dateimuster bei Bedarf anpassen, um andere Bildformate auszuwählen.
7. Bilder in einem Verzeichnis inklusive Unterordnern öffnen
ristretto -r .
Die Option -r aktiviert das rekursive Durchsuchen, sodass Ristretto Bilder sowohl aus dem aktuellen Ordner als auch aus allen darunterliegenden Unterverzeichnissen lädt.
8. Das zuletzt angesehene Bild öffnen
ristretto --last-viewed
Dieser Befehl öffnet das zuletzt in Ristretto angezeigte Bild erneut, sodass du bequem dort weitermachen kannst, wo du aufgehört hast.
9. Eine Diashow starten
ristretto -s .
Dieser Befehl startet eine Diashow mit allen Bildern aus dem aktuellen Verzeichnis. Die Option -s aktiviert den Diashow-Modus.
10. Eine Montage erstellen
ristretto -m .
Dieser Befehl erstellt eine Montageansicht mit allen Bildern im aktuellen Ordner. Die Option -m aktiviert den Montage-Modus, der sich besonders eignet, um viele Bilder gleichzeitig schnell in der Vorschau anzuzeigen.
qimgv
Image viewer – schlank, schnell und effizient
qimgv ist ein schneller und schlanker image viewer für Linux-Systeme. Er eignet sich ideal für Nutzer, die einen reaktionsschnellen und effizienten Viewer suchen, gleichzeitig aber nicht auf erweiterte Funktionen verzichten möchten.
Wichtige Funktionen von qimgv
- Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten: Bietet zahlreiche Optionen zur Individualisierung, darunter das Neubelegen von Tastenkürzeln, Anpassungen der Anzeige sowie Änderungen an der Benutzeroberfläche, um den Workflow optimal anzupassen.
- Modernes Oberflächendesign: qimgv basiert auf Qt 5/6 und unterstützt Wayland. Dadurch bietet der Viewer eine moderne, reaktionsschnelle Oberfläche, die sich gut in aktuelle Linux-Desktopumgebungen integriert.
- Unterstützung für animierte GIFs und APNGs: Unterstützt animierte Formate wie
GIFundAPNGnativ und eignet sich damit sowohl für statische als auch animierte Bilder. - Schneller und ressourcenschonender Betrieb: Trotz seines großen Funktionsumfangs bleibt qimgv leichtgewichtig und läuft auch auf weniger leistungsstarker Hardware flüssig.
- Open-Source-Entwicklung: Als Open-Source-Projekt profitiert qimgv von einer aktiven Community und ermöglicht es Nutzern, den Quellcode an eigene Anforderungen anzupassen.
Diese zusätzlichen Funktionen machen qimgv zu einer attraktiven Wahl für Linux-Nutzer, die einen flexiblen, modernen und effizienten Bildbetrachter suchen.
So installierst du qimgv
Zur Installation von qimgv kannst du diese Befehle verwenden:
# Debian/Ubuntu
sudo apt install qimgv
# Fedora/RHEL
sudo dnf install qimgv
# Arch
sudo pacman -S qimgv
So nutzt du qimgv
qimgv ist ein leistungsstarker und flexibler image viewer, der zahlreiche Funktionen zur Verbesserung der Bildanzeige und Bildverwaltung bietet. Nachfolgend findest du einige häufige Anwendungsbeispiele sowie praktische Befehle, die den Einstieg erleichtern.
1. Ein einzelnes Bild öffnen
qimgv image.jpg
Dieser Befehl öffnet ein einzelnes Bild mit dem Namen image.jpg im aktuellen Verzeichnis. Ersetze image.jpg durch den tatsächlichen Dateinamen des Bildes, das du anzeigen möchtest.
2. Bilder in einem Verzeichnis durchsuchen
qimgv -t *.jpg
Dieser Befehl öffnet eine Thumbnail-Ansicht für alle JPEG-Bilder im aktuellen Verzeichnis. Du kannst *.jpg durch ein anderes Muster ersetzen, um andere Formate oder bestimmte Dateien auszuwählen. Die Option -t aktiviert den Thumbnail-Modus, sodass du viele Bilder schnell in der Vorschau betrachten kannst.
3. Eine Diashow starten
qimgv -a *.jpg
Dieser Befehl startet eine Diashow für alle JPEG-Bilder im aktuellen Verzeichnis. Du kannst die Geschwindigkeit der Diashow anpassen, indem du -d gefolgt von einer Verzögerung in Sekunden hinzufügst. Beispielsweise setzt qimgv -a -d 2 *.jpg eine Verzögerung von 2 Sekunden zwischen den einzelnen Bildern fest.
Eine Montage erstellen
qimgv -m 2x2 *.jpg
Dieser Befehl erstellt eine Montage aus JPEG-Bildern im aktuellen Verzeichnis, die in einem 2x2-Raster angeordnet werden. Du kannst das Raster anpassen, indem du den 2x2 -Teil des Befehls änderst. Die Option -m aktiviert den Montage-Modus und ermöglicht es, ein zusammengesetztes Bild aus mehreren Dateien zu erzeugen.
qimgv enthält spezielle Funktionen, die sowohl den Funktionsumfang als auch das allgemeine Nutzungserlebnis verbessern. Ein Beispiel dafür ist die modale Navigation, mit der du Bilder bequem über Tastenkürzel durchblättern kannst. Mit j und k wechselst du vorwärts oder rückwärts durch die Bilder, während q die Anwendung beendet. Das ist besonders hilfreich, wenn du schnell durch große Bildsammlungen navigieren möchtest.
Eine weitere praktische Funktion ist die automatische Thumbnail-Erstellung beim ersten Start. Die erzeugten Vorschaubilder werden im Verzeichnis ~/.cache/qimgv zwischengespeichert. Dadurch werden spätere Aufrufe deutlich schneller, da die Thumbnails nicht erneut generiert werden müssen. Das ist insbesondere bei sehr großen Ordnern oder umfangreichen Bildarchiven von Vorteil, da sich die Ladezeiten spürbar verkürzen.
Darüber hinaus kann qimgv GIF-Animationen mithilfe der Bibliothek libgif wiedergeben. Dadurch lassen sich animierte GIFs direkt im Bildbetrachter anzeigen, was besonders praktisch ist, wenn du regelmäßig mit animierten Bildern arbeitest.
In Kombination mit seinem schnellen und ressourcenschonenden Design machen diese Funktionen qimgv zu einer hervorragenden Wahl für Nutzer, die einen flexiblen und leichtgewichtigen Bildbetrachter für unterschiedliche Linux-Umgebungen suchen. Ob schnelles Durchsuchen von Bildern, das Erstellen von Diashows oder die Wiedergabe animierter GIFs – qimgv bietet ein leistungsfähiges Werkzeugset für eine komfortable Bildanzeige.
Nomacs
Ein schneller Image viewer mit zahlreichen Funktionen
Nomacs ist ein kostenloser Open-Source-Image viewer mit einem umfangreichen Funktionsumfang, der das Durchsuchen und Verwalten von Bildern erleichtert. Die Anwendung wurde auf Geschwindigkeit, Effizienz und einfache Bedienung ausgelegt und ist damit eine hervorragende Wahl für Linux-Nutzer, die einen zuverlässigen Bildbetrachter suchen.
Wichtige Funktionen von Nomacs
- Schnelles Laden von Bildern: Für hohe Geschwindigkeit optimiert, sodass zahlreiche Bildformate schnell geladen und angezeigt werden können.
- Thumbnail-Navigation: Enthält eine Vorschauansicht mit Thumbnails, die das Durchsuchen von Ordnern mit vielen Bildern erleichtert.
- Diashow-Modus: Bietet eine Diashow-Funktion mit anpassbarer Verzögerung zwischen den Bildern.
- Grundlegende Bildbearbeitung: Unterstützt einfache Bearbeitungsfunktionen wie Drehen, Spiegeln und Zoomen.
- Breite Formatunterstützung: Unterstützt zahlreiche Formate, darunter JPEG, PNG, GIF, BMP, TIFF und weitere.
- Anpassbare Benutzeroberfläche: Ermöglicht die Individualisierung der Oberfläche, einschließlich Layout- und Theme-Einstellungen.
- Mehrsprachige Unterstützung: In vielen Sprachen verfügbar und dadurch für Nutzer weltweit besser zugänglich.
So installierst du Nomacs
Zur Installation von Nomacs kannst du diese Befehle verwenden:
# Debian/Ubuntu
sudo apt install nomacs
# Fedora/RHEL
sudo dnf install nomacs
# Arch
sudo pacman -S nomacs
So nutzt du Nomacs
1. Ein einzelnes Bild öffnen
nomacs example_image.jpg
Dieser Befehl öffnet ein einzelnes Bild mit dem Namen example_image.jpg aus dem aktuellen Verzeichnis. Wenn sich example_image.jpg im aktuellen Ordner befindet, wird das Bild nach Ausführung des Befehls in Nomacs angezeigt.
2. Mehrere Bilder öffnen
nomacs example_image1.jpg example_image2.jpg
Dieser Befehl öffnet mehrere Bilddateien – example_image1.jpg und example_image2.jpg – aus dem aktuellen Verzeichnis. Wenn sich beide Dateien im Ordner befinden, werden sie nach Ausführung des Befehls in Nomacs angezeigt.
3. Bilder aus einem Verzeichnis öffnen
nomacs .
Dieser Befehl öffnet alle Bilder im aktuellen Verzeichnis. Der Punkt (.) steht dabei für den aktuellen Ordner. Befinden sich mehrere Bilder in diesem Verzeichnis, werden sie nach Ausführung des Befehls alle in Nomacs geladen.
4. Bilder nach Muster öffnen
nomacs *.jpg
Dieser Befehl öffnet alle Bilder mit der Dateiendung .jpg im aktuellen Verzeichnis. Wenn sich mehrere JPEG-Dateien im Ordner befinden, werden sie nach Ausführung des Befehls in Nomacs geöffnet. Du kannst *.jpg durch ein anderes Muster ersetzen, um andere Dateinamen oder Erweiterungen auszuwählen.
5. Eine Diashow starten
nomacs -s *.jpg
Dieser Befehl startet eine Diashow mit JPEG-Bildern aus dem aktuellen Verzeichnis. Die Geschwindigkeit kannst du steuern, indem du -d gefolgt von einer Verzögerung in Sekunden angibst. Beispielsweise setzt nomacs -s -d 2 *.jpg eine Verzögerung von 2 Sekunden zwischen den Bildern fest.
6. Eine Montage erstellen
nomacs -m 2x2 *.jpg
Dieser Befehl erstellt eine Montage aus JPEG-Bildern im aktuellen Verzeichnis, die in einem 2x2-Raster angeordnet werden. Du kannst die Rastergröße anpassen, indem du den Wert 2x2 änderst. Die Option -m aktiviert den Montage-Modus, sodass sich aus mehreren Dateien ein zusammengesetztes Bild erzeugen lässt.
Diese Beispiele helfen dir dabei, schnell mit Nomacs zu starten und die Anwendung für schnelles sowie funktionsreiches Durchsuchen und Anzeigen von Bildern unter Linux zu nutzen.
Fazit
Am Ende hängt die Wahl des besten Image Viewers für Linux davon ab, wie Du gerne arbeitest und was Du dafür bevorzugst. Neben den drei hier vorgestellten Viewern, gibt es weitere für Linux (z. B. feh, sxiv ), die auch einen Blick lohnen. Der große Vorteil ist also die breite Auswahl – in der jeder etwas für sich finden kann.


