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Was man nicht im Kopf hat,
hat man in der Datenbank.

Es geht nicht immer darum alles zu wissen,
sondern zu wissen, wo es steht.

MAIL00006 - Probleme mit Borderware

 

Allgemeine Informationen:

Borderware lässt seine Blacklist automatisch von verschiedenen MXtreme-Systemen erstellen. Wird eine E-Mail also von einer dieser MXtreme Mail Firewalls als Spam erkannt, meldet MXtreme den Mailserver des Senders an Borderware.

Wenn nun aber ein Fallback-MX-Server E-Mails weiterleitet, kann er natürlich sehr schnell auf dieser Blacklist landen, da er E-Mails unabhängig von ihrem Status weiterleitet - dem Server ist es zunächst egal, ob eine weiterzuleitende E-Mail Spam ist oder nicht.

Dies stellt allerdings erst dann ein Problem dar, wenn die Nutzer der MXtreme Mail Firewall keine Liste von 'friendly hosts' führen. In dieser Liste sollten alle Mailserver eingetragen werden, die an einen Mailserver mit MXtreme regelmäßig E-Mail weiterleiten bzw. dorthin zustellen.
Wird nun aber diese Liste nicht geführt, landen früher oder später die diversen Fallback-MX-Server auf Borderwares Blacklist, sie verlieren also ihre 'Reputation'.
Als Betreiber des betroffenen Mailservers kann man darauf nur in äußerst begrenztem Maße Einfluss nehmen, somit ist man auf die Kompetenz der Benutzer angewiesen, die die MXtreme Mail Firewall bei sich einsetzen.

In Anbetracht der Art und Weise, wie Borderwares Blacklist zustande kommt, raten wir davon ab, diese AntiSpam-Lösung einzusetzen, da sie zwar die Nutzer vor großen Mengen Spam bewahren kann, aber gleichzeitig auch sehr viele erwünschte E-Mails nicht mehr beim Kunden ankommen können.

Bei der Bekämpfung von Spam kommt es vor allem darauf an, niemals Spamfilter zu konfigurieren, die lediglich auf einer einzigen Blacklist basieren. In diesem Fall schaden Monokulturen der Kommunikation mehr, als dass sie ihr nützten.

1. Fall - Sie setzen die Borderware MXtreme Mail Firewall bei Ihrem Mailserver ein

Problembeschreibung:

Sie erhalten keine E-Mails von dem für Ihre Domain eingetragenen Fallback MX-Server (sekundärer Mailserver); die jeweiligen Absender der E-Mails erhalten die Fehlermeldung, dass an Sie verschickte E-Mails nicht zugestellt werden können.

Mögliche Ursache:

Es ist möglich, dass der betreffende Mailserver, über welchen die E-Mail verschickt werden sollte, auf einer Blacklist von Borderware steht (nachprüfbar auf bsn.borderware.com/).

Ablauf:

1. Eine E-Mail wird an Ihren Fallback-MX-Server zugestellt
2. Dieser versucht, die E-Mail an Ihren finalen Mailserver zuzustellen
3. Die MXtreme Mail Firewall fragt bei Borderware an, ob die IP-Adresse Ihres Fallback-MX auf der Blacklist steht
4. Die E-Mail wird von MXtreme abgewiesen
5. Der Fallback-MX informiert den Absender der E-Mail, dass diese abgelehnt worden ist

 Mögliche Problemlösungen:

1. Es empfiehlt sich, zu überprüfen, ob Sie Ihren Fallback-MX von der Borderware MXtreme Mail Firewall ignorieren lassen können.
2. Konfigurieren Sie die MXtreme Mail Firewall so um, dass diese Mailserver nicht mehr nur aufgrund eines einzigen Blacklist-Eintrags blockiert.
3. Entfernen Sie die Fallback-MX-Server aus den DNS-Einträgen Ihrer Domain - wenn Sie dies tun, werden keine E-Mails mehr über den Fallback-MX zugestellt.
Allerdings ist diese Lösung keine Lösung im eigentlichen Sinne - es wird lediglich das Kernproblem umgangen.
4. Lassen Sie den Fallback-MX-Server wieder aus der Blacklist entfernen. Wenn Sie zu dieser Lösung greifen, sollten sie jedoch wissen, dass ein Mailserver jederzeit wieder auf einer Blacklist landen kann.

2. Fall - Der gewünschte Empfänger Ihrer E-Mail setzt Borderware ein

Problembeschreibung:

Eine von Ihnen verschickte E-Mail kommt nicht beim gewünschten Empfänger an, stattdessen erhalten Sie eine E-Mail mit der Betreffzeile 'Mail delivery failed: returning message to sender'.

Dabei sieht die E-Mail ungefähr folgendermaßen aus:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Mail Delivery System [mailto:Mailer-Daemon@mail.centron.de]
Gesendet: Dienstag, 25. Juli 2006 14:32
An:
Den Absender der unzustellbaren Mail

Betreff: Mail delivery failed: returning message to sender
This message was created automatically by mail delivery software. A message that you sent could not be delivered to one or more of itsrecipients. This is a permanent error. The following address(es) failed:
Empfaenger@Domain.de

SMTP error from remote mail server after RCPTTO:

host mailserver@Domain.de [XXX.XXX.XXX.XXX]:

554 Blocked by Intercept: go to http://intercept.borderware.com/lookup?ip=XXX.XXX.XXX.XXX
 

------ This is a copy of the message, including all the headers. ------------
The body of the message is 876456 characters long; only the first 106496 or so are included here.

 

Wahrscheinliche Ursache:

Folgt man den in der E-Mail gegebenen Informationen, so wird schnell klar, dass Borderware in diesem Fall seine Finger im Spiel haben muss (554 Blocked by Intercept: go to http://intercept.borderware.com ...).
Nachprüfen können Sie dies, indem Sie den in der E-Mail angegebenen Link zu Borderware besuchen.

Mögliche Problemlösungen:

1. Veranlassen Sie den Empfänger der E-Mail, Ihren eigenen Mailserver auf seine Whitelist aufzunehmen.
2. Sie können den Empfänger natürlich auch dazu auffordern, E-Mails nicht mehr auf Basis einer einzigen Blacklist abzulehnen.
3. Lassen Sie den Mailserver wieder aus der Borderware Blacklist entfernen. Wie oben bereits erwähnt, ist dies jedoch keine langfristige Lösung.