BETRIEBLICHE KONTINUITÄT UNTER DORA | GEOREDUNDANZ SEIT 2016 | ISO 27001 UND BSI-C5-TESTAT
Business Continuity Management – für Banken, Versicherer und Finanzdienstleister
✓ Getrennte Sicherungssysteme: Backup-Umgebungen unabhängig vom Produktivsystem, wie DORA es für die Wiederherstellung verlangt.
✓ Georedundanz seit 2016: verteilter Betrieb über mehrere Standorte in Deutschland, standardmäßig in Hallstadt bei Bamberg.
✓ Prüffähige Nachweise: Zertifikate mit Geltungsbereich, TOM-Dokumentation und Auftragsverarbeitungsvertrag im Trust Center.
✓ Zertifiziert nach dem Standard des BSI: ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz, ausgestellt durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Seit DORA ist betriebliche Kontinuität keine Frage der Dokumentation mehr
Die Verordnung über die digitale operationale Resilienz, kurz DORA, im Finanzsektor gilt seit Januar 2025 unmittelbar. Sie verlangt von Banken, Versicherern, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Zahlungsdienstleistern nicht nur ein Business Continuity Management auf dem Papier, sondern den Nachweis, dass Wiederanlauf und Wiederherstellung tatsächlich funktionieren, und zwar regelmäßig getestet.
Damit verschiebt sich die Anforderung von der Leitlinie zur Technik. Ein Wiederanlaufplan, der eine Wiederherstellung innerhalb weniger Stunden vorsieht, ist nur so belastbar wie die Infrastruktur, auf der er ausgeführt wird. Genau dort setzt centron an: als Betreiber der Umgebung und als Lieferant der Nachweise, die Sie für Ihre eigene Dokumentation und für die Aufsicht brauchen.
Diese Seite behandelt die betriebliche Kontinuität. Geht es um die vertragliche Seite der Auslagerung an IT-Dienstleister, also um BAIT, MaRisk und das Auslagerungsmanagement, können Sie mehr auf dieser Seite dazu erfahren.
Vier Anforderungen, die auf die Infrastruktur durchschlagen
Sicherungssysteme getrennt vom Produktivsystem
DORA verlangt, dass Sicherungssysteme nicht unmittelbar mit dem Produktivsystem verbunden sind. Der Grund ist praktisch: Wer über das Produktivsystem Zugriff auf die Sicherungen hat, verliert im Ernstfall beides zugleich. Genau dieses Muster nutzt Ransomware.
Umsetzen lässt sich das durch eine getrennte Sicherungsumgebung, unveränderliche Sicherungen über die Object-Lock-Funktion des S3 Object Storage und ein eigenes Rechte- und Netzkonzept für den Sicherungspfad.
Wiederanlaufziele, die technisch hinterlegt sind
Aus der Business Impact Analyse ergeben sich die zulässige Ausfallzeit und der zulässige Datenverlust, also RTO und RPO. Diese Werte legen Sie fest, nicht der Dienstleister.
Aus ihnen folgt aber unmittelbar, wie oft gesichert wird, wie lange aufbewahrt wird und ob eine zweite Umgebung dauerhaft mitläuft oder erst im Notfall aufgebaut wird. Diese Rechnung gehen unsere Cloud-Architekten mit Ihnen durch, bevor ein Angebot entsteht.
Tests, die dokumentiert sind
DORA verlangt ein Programm zum Testen der digitalen operationalen Resilienz. Für Wiederanlauf und Wiederherstellung heißt das: Die Verfahren werden nicht nur beschrieben, sondern erprobt und ausgewertet.
In einer Cloud-Umgebung lässt sich das ohne Ersatzhardware durchführen. Sie stellen eine Umgebung aus der Sicherung wieder her, messen die tatsächliche Wiederanlaufzeit, dokumentieren das Ergebnis und schalten die Umgebung danach ab. Abgerechnet wird die Laufzeit.
Ein zweiter Standort mit eigenem Risikoprofil
Eine Ausweichumgebung nützt wenig, wenn sie dasselbe Ereignis trifft wie die primäre. DORA verlangt deshalb, das geografische Risiko des Sekundärstandorts zu berücksichtigen.
centron betreibt Georedundanz seit 2016. Im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz liegen Hallstadt, Nürnberg und Frankfurt am Main; auf Wunsch lässt sich ein weiterer Standort in Zürich einbeziehen.
ISO 22301 oder BSI-Standard 200-4: welches Rahmenwerk passt?
Für den Aufbau eines Business-Continuity-Managementsystems stehen zwei Rahmenwerke zur Verfügung. DORA schreibt keines davon vor, beide sind aber geeignete Wege, die Anforderungen strukturiert zu erfüllen.
ISO 22301 ist die internationale Norm für Business-Continuity-Managementsysteme. Sie ist zertifizierbar, was gegenüber Aufsicht, Konzernmutter und Geschäftspartnern ein belastbarer Nachweis ist. Für international tätige Häuser ist sie meist die erste Wahl.
Der BSI-Standard 200-4 ist national geprägt und eng mit dem IT-Grundschutz verzahnt. Sein Vorteil ist das Stufenmodell, das einen schrittweisen Aufbau erlaubt, sowie ein umfangreicher Satz an Vorlagen. Häuser, die ohnehin nach IT-Grundschutz arbeiten, fahren damit gut.
Für die Infrastruktur ist die Wahl zweitrangig. Beide Rahmenwerke verlangen dieselben technischen Fähigkeiten: getrennte Sicherungen, definierte Wiederanlaufziele, erprobte Wiederherstellung und einen zweiten Standort. Genau diese vier Punkte liefert centron, dazu die Betriebsnachweise für Ihre Dokumentation. Ob Sie nach ISO 22301 oder nach BSI-Standard 200-4 arbeiten, ändert daran nichts.
Wer wofür verantwortlich ist
Unter DORA bleibt die Verantwortung für die digitale operationale Resilienz beim Finanzunternehmen, auch wenn Leistungen ausgelagert sind. Umso wichtiger ist eine dokumentierte Abgrenzung. Diese Grenze ist im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung festgehalten.
| Aufgabe | Bei Ihnen | Bei centron |
|---|---|---|
| Business Impact Analyse, RTO und RPO | vollständig | — |
| Wiederanlaufpläne und BCM-Dokumentation | Erstellung und Pflege | Zulieferung der Betriebsangaben |
| Anwendungen und Betriebssysteme | Konfiguration, Patching, Wiederanlauf der Anwendung | Managed Service auf Wunsch |
| Sicherung und Wiederherstellung | Festlegung von Intervall und Aufbewahrung | Durchführung und Bereitstellung |
| Plattform und Rechenzentren | — | Redundanz, Monitoring, Notfallmanagement des Betriebs |
| Resilienztests | Planung, Durchführung, Auswertung, Meldung | Bereitstellung der Testumgebung |
| Meldung schwerwiegender Vorfälle an die Aufsicht | vollständig | Information über Vorfälle im Betrieb |
Die Bausteine
Einzeln buchbar, unabhängig voneinander skalierbar.
cBacks Backup
Automatisierte Sicherung mit festgelegter Aufbewahrung und dokumentierter Wiederherstellung.
S3 Object Storage
Archiv für Sicherungen, mit Object Lock gegen Löschung und Veränderung.
ccloud³ Virtual Machines
Ausweichumgebung und Testinstanzen für Resilienztests, minutengenau abgerechnet.
Managed Server
Betrieb, Patching und Monitoring durch centron, einschließlich Eskalationsweg.
Wiederherstellung testen oder Anforderungen klären
Eine Wiederherstellung lässt sich in einer Cloud-Umgebung ohne Ersatzhardware erproben. Registrieren Sie sich kostenlos, spielen Sie eine Sicherung in eine Testinstanz zurück, messen Sie die tatsächliche Wiederanlaufzeit und dokumentieren Sie das Ergebnis. Es entsteht keine Vertragsbindung.
Wenn Sie zuerst die Anforderungen klären wollen: Welche Wiederanlaufzeiten technisch erreichbar sind, wie eine getrennte Sicherungsumgebung aufgebaut wird und welche Nachweise Ihre Aufsicht erwartet, gehen unsere Cloud-Architekten mit Ihnen durch.
Häufig gestellte Fragen zum Business Continuity Management im Finanzsektor
Business Continuity Management, auf Deutsch betriebliches Kontinuitätsmanagement, ist der geregelte Umgang mit Ereignissen, die den Geschäftsbetrieb unterbrechen. Es umfasst die Analyse der kritischen Prozesse, die Festlegung zulässiger Ausfallzeiten, die Wiederanlaufpläne, die technische Vorsorge und die regelmäßige Erprobung. Im Finanzsektor ist es seit DORA nicht mehr freiwillig, sondern aufsichtsrechtlich verlangt.
DORA verlangt Leitlinien und Verfahren für die Sicherung von Daten sowie für deren Wiedergewinnung und Wiederherstellung. Sicherungssysteme dürfen nicht unmittelbar mit dem Produktivsystem verbunden sein. Hinzu kommen Reaktions- und Wiederherstellungspläne sowie ein Programm zum Testen der digitalen operationalen Resilienz. Die Verantwortung dafür bleibt beim Finanzunternehmen, auch wenn der Betrieb ausgelagert ist.
ISO 22301 ist die internationale und zertifizierbare Norm für Business-Continuity-Managementsysteme; sie eignet sich besonders für international tätige Häuser und für den Nachweis gegenüber Dritten. Der BSI-Standard 200-4 ist national geprägt, eng mit dem IT-Grundschutz verzahnt und bietet ein Stufenmodell für den schrittweisen Aufbau. DORA schreibt keines der beiden vor; technisch verlangen beide dasselbe.
Die Recovery Time Objective ist die Zeit, die bis zur Wiederherstellung eines Dienstes vergehen darf. Die Recovery Point Objective ist der Zeitraum, dessen Daten im Notfall verloren gehen dürfen. Beide Werte ergeben sich aus der Business Impact Analyse und werden vom Finanzunternehmen festgelegt. Aus ihnen folgt anschließend, wie oft gesichert wird und ob eine zweite Umgebung dauerhaft mitläuft.
Weil ein Angreifer, der das Produktivsystem übernimmt, sonst auch die Sicherungen erreicht. Genau darauf zielt Ransomware: Erst werden die Sicherungen verschlüsselt oder gelöscht, dann das Produktivsystem. Eine getrennte Sicherungsumgebung mit eigenem Rechte- und Netzkonzept und unveränderlichen Sicherungen verhindert das. DORA greift diese Anforderung ausdrücklich auf.
DORA verlangt ein Programm zum Testen der digitalen operationalen Resilienz, dessen Umfang und Häufigkeit sich nach Größe, Risikoprofil und Kritikalität der Funktion richten. Für bedeutende Unternehmen kommen bedrohungsgeleitete Penetrationstests hinzu. Unabhängig davon gilt: Ein Wiederanlaufplan, der nie erprobt wurde, ist im Prüfungsfall kein Nachweis. In der Praxis hat sich mindestens eine dokumentierte Wiederherstellung pro Jahr je kritischer Funktion bewährt.
Ja. Wenn Sie Infrastruktur bei centron betreiben, sind wir IKT-Drittdienstleister. Daraus folgen für Sie unter anderem Anforderungen an die vertragliche Ausgestaltung, an die Aufnahme in Ihr Informationsregister und an eine Ausstiegsstrategie. Die Angaben, die Sie dafür benötigen, stellen wir bereit; die vertragliche Seite behandelt unsere Seite zu BAIT und MaRisk.
Die Zertifikate mit ausgewiesenem Geltungsbereich, das BSI-C5-Testat, die Dokumentation der technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO und den Auftragsverarbeitungsvertrag. Dazu die Betriebsangaben, die in Ihre Wiederanlaufpläne gehören: Standorte, Sicherungsverfahren, Meldewege und Erreichbarkeit. Sie finden alles im Trust Center.
Standardmäßig im centron-Rechenzentrum in Hallstadt bei Bamberg. Im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz liegen Hallstadt, Nürnberg und Frankfurt am Main. Für den verteilten Betrieb lässt sich auf Wunsch ein weiterer Standort in Zürich einbeziehen.

