BUSINESS CONTINUITY MANAGEMENT – IT-GRUNDSCHUTZ

Notfallmanagement nach BSI-Standard 200-4 – für Behörden und öffentliche Einrichtungen

Derselbe Rahmen wie bei Ihnen: Unser Informationssicherheits-Managementsystem ist nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz durch das BSI zertifiziert.
Wiederanlauf statt Wiederbeschaffung: Backup, unveränderliche Sicherungen und Wiederherstellung als buchbare Leistung.
Nachweise für Ihr Notfallhandbuch: Zertifikate mit Geltungsbereich, TOM-Dokumentation und Betriebsdokumentation im Trust Center.
Georedundanz seit 2016: verteilter Betrieb über mehrere Standorte in Deutschland, standardmäßig in Hallstadt bei Bamberg.

Das Bild zeigt ein stilisiertes Schutzschild mit einem Auge drauf, welches für Notfallmanagement steht.

Der BSI-Standard 200-4 verlangt Pläne. Diese Pläne brauchen eine Infrastruktur, die sie einlösen kann.

Der BSI-Standard 200-4 hat den früheren Standard 100-4 abgelöst und beschreibt den Aufbau eines Business Continuity Managements im IT-Grundschutz. Er ist stufenweise angelegt: vom Reaktiv-BCMS über das Aufbau-BCMS bis zum Standard-BCMS. Eine Einrichtung kann also klein einsteigen und wachsen, statt das vollständige System auf einmal aufzubauen.

Das IT-Notfallmanagement selbst bleibt Ihre Aufgabe: die Business Impact Analyse, die Festlegung der kritischen Prozesse, die Wiederanlaufpläne und das Notfallhandbuch. Was centron beiträgt, ist die technische Seite: eine Umgebung, in der die von Ihnen festgelegten Wiederanlaufzeiten tatsächlich erreichbar sind, und die Nachweise, die Sie dafür in Ihre Dokumentation übernehmen können.

Diese Seite richtet sich an Behörden, kommunale IT-Dienstleister und öffentliche Einrichtungen. Geht es allgemeiner um Cloud-Nutzung in der Verwaltung, führt Souveräne Cloud für die öffentliche Verwaltung weiter.

Von der Schutzbedarfsfeststellung zum Wiederanlauf

Vier Schritte führen von der Analyse zur belastbaren Umsetzung. Die ersten beiden gehören Ihnen, die letzten beiden lassen sich technisch einkaufen.

1. Schutzbedarf feststellen

Die Schutzbedarfsfeststellung ordnet jedem Fachverfahren einen Bedarf an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu. Sie entscheidet, welche Anforderungen die Infrastruktur überhaupt erfüllen muss.

2. Business Impact Analyse

Die BIA beziffert, was ein Ausfall je Zeiteinheit bedeutet. Daraus ergeben sich die zulässige Ausfallzeit und der zulässige Datenverlust, in der Fachsprache RTO und RPO.

3. Technisch umsetzen

Erst jetzt steht fest, was die Infrastruktur leisten muss: Sicherungsintervalle, Aufbewahrung, Redundanz und die Frage, wie schnell eine Umgebung wieder bereitsteht.

4. Üben und nachweisen

Ein Plan, der nie erprobt wurde, ist im Ernstfall unbrauchbar. Die Notfallübung und die dokumentierte Wiederherstellung sind der Teil, den Prüfer sehen wollen.

Was ein Notfallplan technisch voraussetzt

Sicherungen, die ein Angreifer nicht löschen kann

Der häufigste Notfall in der Verwaltung ist heute kein Brand, sondern Ransomware. Entscheidend ist dann, ob die Sicherungen selbst noch nutzbar sind. Unveränderliche Sicherungen lassen sich innerhalb der festgelegten Aufbewahrungsfrist weder überschreiben noch löschen, auch nicht mit administrativen Rechten.

Umsetzen lässt sich das über die Object-Lock-Funktion des S3 Object Storage, in Verbindung mit cBacks als Sicherungsverfahren. Welche Aufbewahrungsfrist zu Ihren Fachverfahren passt, klären wir vor dem Angebot.

Wiederherstellung, die geprüft ist

Ein Backup ist kein Nachweis, solange es nicht zurückgespielt wurde. Der BSI-Standard 200-4 sieht Übungen ausdrücklich vor, und auch Art. 32 Abs. 1 lit. d DSGVO verlangt ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Wirksamkeit.

In einer Cloud-Umgebung lässt sich das ohne Ersatzhardware üben: Sie stellen eine Umgebung aus der Sicherung wieder her, prüfen sie, dokumentieren das Ergebnis und schalten sie danach wieder ab. Der Aufwand beschränkt sich auf die Laufzeit.

Georedundanz über deutschlandweite Standorte

Georedundanz bedeutet, dass Rechenzentren räumlich so getrennt betrieben werden, dass ein einzelnes Ereignis nicht mehrere zugleich trifft. Maßgeblich sind die Kriterien des BSI für die Standortwahl höchstverfügbarer und georedundanter Rechenzentren.

centron betreibt Georedundanz seit 2016. Im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz liegen Hallstadt, Nürnberg und Frankfurt am Main.

Ob Ihr Vorhaben Georedundanz braucht, ergibt sich aus der Schutzbedarfsfeststellung. Für viele Fachverfahren genügt eine Sicherung am zweiten Standort, für kritische Anlagen ist der verteilte Betrieb der richtige Weg. Welche Konstellation zu Ihren Wiederanlaufzeiten passt, rechnen wir im Vorgespräch durch.

Unterlagen für das Notfallhandbuch

Ihr Notfallhandbuch muss beschreiben, worauf die Wiederanlaufpläne aufsetzen. Dazu gehören die Angaben zum Betreiber, zu den Standorten, zu den Sicherungsverfahren und zu den Meldewegen bei Störungen.

Diese Angaben liefern wir zusammen mit den Zertifikaten und der TOM-Dokumentation in unserem Trust Center bereit.

Wer wofür verantwortlich ist

Der BSI-Standard 200-4 verlangt, dass Zuständigkeiten dokumentiert sind. Diese Grenze ist im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung festgehalten und damit belegbar.

Aufgabe Bei Ihnen Bei centron
Schutzbedarfsfeststellung und Business Impact Analyse vollständig
Wiederanlaufpläne und Notfallhandbuch Erstellung und Pflege Zulieferung der Betriebsangaben
Fachverfahren und Betriebssysteme Konfiguration, Patching, Wiederanlauf der Anwendung Managed Service auf Wunsch
Sicherung und Wiederherstellung Festlegung von Intervall und Aufbewahrung Durchführung und Bereitstellung
Plattform und Rechenzentrum Redundanz, Monitoring, Notfallmanagement des Betriebs
Notfallübung Planung, Durchführung, Auswertung Bereitstellung der Testumgebung

Die Bausteine

Einzeln buchbar, unabhängig voneinander skalierbar.

cBacks Backup

Automatisierte Sicherung mit festgelegter Aufbewahrung und dokumentierter Wiederherstellung.

Zum Produkt

S3 Object Storage

Archiv für Sicherungen, mit Object Lock gegen Löschung und Veränderung.

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ccloud³ Virtual Machines

Ausweichumgebung und Testinstanzen für die Notfallübung, minutengenau abgerechnet.

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Managed Server

Betrieb, Patching und Monitoring durch centron, einschließlich Eskalationsweg.

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Notfallübung durchspielen oder Anforderungen klären

Eine Wiederherstellung lässt sich in einer Cloud-Umgebung ohne Ersatzhardware üben. Registrieren Sie sich kostenlos, spielen Sie eine Sicherung in eine Testinstanz zurück und dokumentieren Sie das Ergebnis für Ihr Notfallhandbuch. Es entsteht keine Vertragsbindung.

Wenn Sie zuerst die Anforderungen klären wollen: Welche Wiederanlaufzeiten technisch erreichbar sind und welche Nachweise Ihre Prüfer verlangen, gehen unsere Cloud-Experten mit Ihnen durch.

Häufig gestellte Fragen zum Notfallmanagement nach BSI 200-4

Der BSI-Standard 200-4 beschreibt den Aufbau eines Business Continuity Managements im IT-Grundschutz und hat den früheren Standard 100-4 abgelöst. Er ist stufenweise angelegt: Das Reaktiv-BCMS schafft eine erste Handlungsfähigkeit, das Aufbau-BCMS erweitert sie, das Standard-BCMS entspricht dem vollständigen System. Einrichtungen können damit klein einsteigen und wachsen.

Der Standard 200-4 ersetzt den Standard 100-4 und ist stärker an der Praxis ausgerichtet. Neu ist vor allem das Stufenmodell, das einen schrittweisen Aufbau erlaubt, sowie ein umfangreicher Satz an Hilfsmitteln und Vorlagen. Wer nach 100-4 gearbeitet hat, kann darauf aufsetzen, muss die Dokumentation aber überführen.

Georedundanz bedeutet, dass Rechenzentren räumlich so getrennt betrieben werden, dass ein einzelnes Ereignis wie Hochwasser, Brand oder ein großflächiger Stromausfall nicht mehrere zugleich trifft. Maßgeblich sind die Kriterien des BSI für die Standortwahl höchstverfügbarer und georedundanter Rechenzentren. centron betreibt Georedundanz seit 2016 über mehrere Standorte in Deutschland; im Geltungsbereich der ISO-27001-Zertifizierung liegen Hallstadt, Nürnberg und Frankfurt am Main. Ob Ihr Vorhaben Georedundanz braucht, ergibt sich aus Ihrer Schutzbedarfsfeststellung.

Ein IT-Notfallplan benennt die kritischen Prozesse, die zulässige Ausfallzeit und den zulässigen Datenverlust, die Zuständigkeiten und Meldewege, die Schritte zum Wiederanlauf sowie die Angaben zu Dienstleistern und deren Erreichbarkeit. Er ist regelmäßig zu üben und nach jeder Übung fortzuschreiben. Die Angaben zu Betreiber, Standorten und Sicherungsverfahren liefert centron zu.

Die Recovery Time Objective ist die Zeit, die bis zur Wiederherstellung eines Dienstes vergehen darf. Die Recovery Point Objective ist der Zeitraum, dessen Daten im Notfall verloren gehen dürfen. Beide Werte legen Sie in der Business Impact Analyse fest, nicht der Dienstleister. Aus ihnen ergibt sich anschließend, welches Sicherungsintervall und welche Redundanz technisch nötig sind.

Bei einem Ransomware-Angriff werden zunächst die Sicherungen gesucht und verschlüsselt oder gelöscht, damit eine Wiederherstellung nicht möglich ist. Unveränderliche Sicherungen lassen sich innerhalb der festgelegten Aufbewahrungsfrist weder überschreiben noch löschen, auch nicht mit administrativen Rechten. Umsetzen lässt sich das über die Object-Lock-Funktion des S3 Object Storage. Damit bleibt ein Wiederanlauf möglich, ohne auf die Forderung einzugehen.

Der BSI-Standard 200-4 sieht regelmäßige Tests und Übungen vor, legt aber keinen festen Takt für alle Einrichtungen fest; maßgeblich sind Schutzbedarf und Kritikalität. Unabhängig davon verlangt Art. 32 Abs. 1 lit. d DSGVO ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Wirksamkeit. In der Praxis hat sich mindestens eine dokumentierte Wiederherstellung pro Jahr je kritischem Verfahren bewährt.

Die Zertifikate mit ausgewiesenem Geltungsbereich, das BSI-C5-Testat, die Dokumentation der technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO und den Auftragsverarbeitungsvertrag. Dazu die Betriebsangaben, die in Ihre Wiederanlaufpläne gehören: Standorte, Sicherungsverfahren, Meldewege und Erreichbarkeit. Sie finden alles im Trust Center.