High Availability – Verfügbarkeit als Prinzip · Disaster Recovery für den Mittelstand

Hochverfügbarkeit, durchdacht

Von redundanten Rechenzentren über Cluster und Replikation bis zum Sekunden-Failover: So hält centron Ihre Dienste am Laufen. Die meisten Betriebe haben ein Backup – deutlich weniger können sagen, wie lange es dauern würde, damit wieder arbeitsfähig zu sein. Wer Server, Netzwerk, Zugänge und Anwendungen nach einem Totalausfall von Hand neu aufsetzen muss, braucht Tage, selbst wenn alle Daten vorhanden sind.

ccloud³ Console · HA-Cluster
eu-de · Rechenzentrum Hallstadt
Pool
High Availability
SLA
99,8 %
Failover
Sekunden
LB Load Balancer · 2 Nodes
● Aktiv
REP cProtect · Brandabschnitt B
● 15 min
BAK cBacks · zweiter Standort
● Gesichert
TST Wiederanlauf-Test · Q3
● Dokumentiert
Node ausgefallenFailover · Nutzer merken nichts
  • Vier Stufen, eine Entscheidung – von der einfachen Sicherung bis zum Cluster, das den Ausfall gar nicht erst sichtbar macht.
  • Verteilter Betrieb seit 2016 – Sicherungen und Systeme über mehrere Standorte in Deutschland, standardmäßig in Hallstadt bei Bamberg.
  • Wiederanlauf, der geprüft ist – Testumgebungen für die Wiederherstellung, minutengenau abgerechnet.
  • Zertifiziert nach dem Standard des BSI – ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz und BSI-C5-Testat.
Die HA-Bausteine

Verfügbarkeit entsteht in Schichten

Echte Hochverfügbarkeit ist kein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel von Infrastruktur, Architektur und Prozessen.

Redundante Infrastruktur

USV, Netzersatzanlagen, getrennte Brandabschnitte und mehrfach redundante Netzanbindung – die physische Basis in unserem Rechenzentrum in Hallstadt bei Bamberg.

Hochverfügbare Architektur

Managed Cluster mit Load Balancing, Echtzeit-Replikation und automatischem Failover halten Anwendungen online – auch beim Ausfall einzelner Komponenten.

Absicherung des Ernstfalls

cProtect repliziert im 15-Minuten-Takt in den getrennten Brandabschnitt des Rechenzentrums Hallstadt – mit unveränderlichen Ständen und Failover in Sekunden, selbst bei Ransomware.

Wachsame Prozesse

24/7-Monitoring mit Alarmen und – bei Managed Services – proaktiver Störungsbehebung durch centron-Experten, bevor Nutzer etwas bemerken.

Anwendungsbereiche

Vier Stufen der Ausfallsicherheit

Der Unterschied zwischen Sicherung und Wiederanlauf wird erst im Ernstfall sichtbar – und dann ist es zu spät, ihn zu klären. Aus zulässiger Ausfallzeit und zulässigem Datenverlust je System ergibt sich, welche der vier Stufen erforderlich ist.

1. Sicherung

Die Daten sind vorhanden, der Wiederanlauf erfolgt von Hand. Ausfallzeit: Stunden bis Tage. Geeignet für Systeme, deren Ausfall verkraftbar ist, etwa Testumgebungen oder Archive. Umsetzung über cBacks.

2. Sicherung an zweitem Ort

Dieselbe Sicherung, zusätzlich an einem anderen Ort. Schützt gegen Ereignisse, die den ganzen Standort betreffen: Brand, Hochwasser, längerer Stromausfall. Umsetzung über Managed Backup oder S3 Object Storage.

3. Failover

Ein zweites System steht bereit und übernimmt bei Ausfall. Ausfallzeit: Minuten. Der Umschaltvorgang kann automatisch oder auf Anweisung erfolgen. Geeignet für Systeme, deren Stillstand den Betrieb spürbar stört – umgesetzt mit cProtect.

4. Hochverfügbarkeit

Mehrere Systeme laufen parallel, der Ausfall eines einzelnen bleibt für Nutzer unbemerkt. Ausfallzeit: nahe null. Die aufwendigste und teuerste Stufe, sinnvoll für Systeme, ohne die nicht gearbeitet werden kann – als Managed Cluster im High-Availability-Pool.

Vertragliche Zusagen

Verfügbarkeit, schwarz auf weiß

Diese Werte stehen in den Leistungsscheinen und gelten je Kalendermonat. cProtect hat kein eigenes Verfügbarkeitsversprechen, der Dienst folgt dem SLA der Infrastruktur, auf der das Failover-System läuft. Für ein hochverfügbares System ist deshalb der High-Availability-Pool die Grundlage.

SLAs & Kennzahlen
LeistungWertGeltung
ccloud³ VMs im High-Availability-Pool99,8 %je Monat · Leistungsschein ccloud³
ccloud³ VMs im Worker- und Power-Pool99,5 %je Monat · Leistungsschein ccloud³
Managed Server99,5 % / 99,8 %Worker-/Power-Pool bzw. HA-Pool
Volumes und S3 Object Storage99,9 %je Monat · Leistungsschein
Netzwerk Colocation99,9 %im Jahresmittel · Leistungsschein Colocation
cProtect Replikationsintervallca. 15 MinutenLeistungsschein cProtect
Individuelle SLAsnach VereinbarungManaged Cluster und Full Managing
Disaster-Recovery-Plan

Was in einen Plan gehört – und wer wofür verantwortlich ist

Wiederherstellung testen, ohne Ersatzhardware: Sie stellen eine Sicherung in eine neue ccloud³ Instanz zurück, prüfen, ob die Anwendung startet und die Daten stimmen, messen die tatsächlich benötigte Zeit und löschen die Instanz danach wieder – berechnet wird nur die Zeit, in der sie besteht. Fast immer weicht die gemessene Zeit von der geplanten ab, meist nach oben; genau das ist der Wert des Tests. Dokumentiert werden Datum, wiederhergestelltes System, benötigte Zeit, aufgetretene Probleme und die abgeleiteten Änderungen am Plan – das, was Prüfer und Versicherer sehen wollen. Die Nachweise liefert das Trust Center.

Was in einen Disaster-Recovery-Plan gehört
PunktInhalt
Priorisierung der SystemeEine Reihenfolge nach Wichtigkeit für den Geschäftsbetrieb. Ohne sie richtet sich der Wiederanlauf nach dem technischen Aufwand statt nach dem Bedarf.
WiederanlaufzieleFür jedes System die zulässige Ausfallzeit und der zulässige Datenverlust. Aus beiden Werten ergibt sich, welche der vier Stufen erforderlich ist und in welchem Intervall gesichert wird.
ZuständigkeitenNamentlich benannte Verantwortliche mit Vertretung sowie Erreichbarkeiten außerhalb der Arbeitszeit, einschließlich derjenigen des Dienstleisters.
Ablauf des WiederanlaufsDie einzelnen Schritte, dokumentiert in einer Form, die auch von Personen ausgeführt werden kann, die das System nicht täglich betreuen.
PrüfrhythmusEin festgelegter Turnus für die Erprobung. Ein Plan ohne dokumentierte Wiederherstellung ist im Prüfungsfall kein Nachweis; üblich ist mindestens eine Wiederherstellung pro Jahr je kritischem System.
Wer wofür verantwortlich ist
AufgabeBei IhnenBei centron
Einstufung der Systeme und WiederanlaufzielevollständigBeratung zur technischen Umsetzbarkeit
Disaster-Recovery-PlanErstellung und PflegeZulieferung der Betriebsangaben
Anwendungen und BetriebssystemeKonfiguration, Wiederanlauf der AnwendungManaged Service auf Wunsch
Sicherung und WiederherstellungFestlegung von Intervall und AufbewahrungDurchführung und Bereitstellung
Plattform und RechenzentrenRedundanz, Monitoring, Notfallmanagement des Betriebs
WiederherstellungstestPlanung, Durchführung, DokumentationBereitstellung der Testumgebung
Nachweise für Prüfer und VersichererAufnahme in die eigene DokumentationZertifikate mit Geltungsbereich, BSI-C5-Testat und TOM im Trust Center
Vom Bedarf zur Architektur

Wie viel Verfügbarkeit braucht Ihr System?

Nicht jede Anwendung braucht Georedundanz – aber jede braucht einen bewussten Plan. Im HA-Gespräch analysieren wir Ausfallkosten, definieren RPO- und RTO-Ziele und entwerfen die passende Architektur: vom Load-Balancer-Paar bis zur standortübergreifenden Replikation.

99,8 %High-Availability-Pool · je Monat im Leistungsschein zugesichert
cProtect kennenlernen
  • Bedarfsanalyse – Ausfallkosten und Ziele klären
  • RPO/RTO-Definition als Architektur-Grundlage
  • Passgenaue Lösung vom Cluster bis zur Georedundanz
  • Vertragliche SLAs für Ihre Planungssicherheit
High Availability FAQ

Häufige Fragen zu Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery

Was bedeuten 99,5 %, 99,8 % und 99,9 % Verfügbarkeit konkret?

Die SLAs gelten je Monat. Bei rund 730 Stunden im Monat entsprechen 99,5 % bis zu etwa 3,7 Stunden Nichtverfügbarkeit, 99,8 % bis zu etwa 1,5 Stunden und 99,9 % bis zu etwa 44 Minuten. Für hochverfügbare Systeme ist deshalb der High-Availability-Pool mit 99,8 % die richtige Basis. Volumes, Object Storage und das Colocation-Netzwerk liegen bei 99,9 %.

Reicht ein Backup nicht aus?

Backups schützen Daten, nicht die Verfügbarkeit. Die Wiederherstellung großer Systeme dauert Stunden. Hochverfügbarkeit setzt davor an, mit redundanten Systemen und Failover, damit der Betrieb gar nicht erst stillsteht. Backups bleiben trotzdem Pflicht.

Was gehört in einen Disaster-Recovery-Plan?

Eine Reihenfolge der Systeme nach Wichtigkeit, für jedes System die zulässige Ausfallzeit und der zulässige Datenverlust, namentlich benannte Zuständigkeiten mit Vertretung und Erreichbarkeit, die Schritte des Wiederanlaufs in ausführbarer Form und ein fester Rhythmus für die Erprobung.

Was ist Disaster Recovery as a Service?

Als Disaster Recovery as a Service wird ein Modell bezeichnet, bei dem die Ausweichumgebung nicht dauerhaft vorgehalten, sondern beim Anbieter bereitgestellt und im Bedarfsfall aktiviert wird. Der Vorteil ist, dass keine zweite Hardware gekauft und betrieben werden muss; abgerechnet wird nach Nutzung.

Was ist der Unterschied zwischen Hochverfügbarkeit und Failover?

Bei einem Failover übernimmt ein bereitstehendes zweites System, wenn das erste ausfällt; die Umschaltung dauert Sekunden bis Minuten und ist meist bemerkbar. Bei Hochverfügbarkeit laufen mehrere Systeme parallel, sodass der Ausfall eines einzelnen für die Nutzer unsichtbar bleibt. Hochverfügbarkeit ist aufwendiger und teurer.

Wie erreiche ich Hochverfügbarkeit für meine Anwendung?

Typischerweise mit einem Managed Cluster: mehrere Nodes im High-Availability-Pool, Load Balancing, Replikation und automatisches Failover. centron plant und betreibt das und sichert es mit individuellen SLAs ab.

Wie viel Ausfallsicherheit braucht ein mittelständisches Unternehmen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur je System. Sinnvoll ist, jedes System danach zu bewerten, was ein Tag Stillstand kosten würde. Systeme, ohne die nicht gearbeitet werden kann, rechtfertigen Failover oder Hochverfügbarkeit; für alles andere genügt meist eine Sicherung mit zweitem Standort.

Was passiert bei einem Ausfall des Produktivsystems?

Mit cProtect liegt ein höchstens rund 15 Minuten alter Stand Ihres Systems in einem getrennten Brandabschnitt des Rechenzentrums Hallstadt bereit. Im Fehlerfall wird das Failover-System aktiviert und übernimmt den Betrieb. Ein eigenes Verfügbarkeits-SLA hat cProtect nicht; es gilt das SLA der Infrastruktur, auf der das Failover-System läuft.

Wie funktioniert cProtect?

cProtect repliziert die VMs in seiner eigenen Umgebung und erstellt alle 15 Minuten ein konsistentes Backup der VM. Es werden 15 + 1 Stände erzeugt, d. h. der 16. Stand überschreibt den ersten. Im Falle eines Failovers wird die Replikations-VM verwendet, sodass der Betrieb der auf dem Server laufenden Anwendung nach kürzester Zeit wieder gewährleistet ist – Details auf cProtect.

Wie weit kann ich mit cProtect in der Zeit zurückspringen?

Standardmäßig erstellt cProtect alle 15 Minuten ein Backup. Damit können Sie bis zu vier Stunden in der Zeit zurückspringen. Auf Wunsch sind auch bis zu 24 Stunden möglich. Diese Option ist besonders effektiv gegen Ransomware, Kryptotrojaner und andere Malware.

Schützt ein Backup vor Ransomware?

Nur, wenn die Sicherung selbst nicht erreichbar ist. Angreifer suchen zuerst die Backups und verschlüsseln oder löschen sie. Wirksam sind Sicherungen, die innerhalb der Aufbewahrungsfrist nicht verändert werden können. Wie das umgesetzt wird, beschreibt cProtect.

Schützt mich cProtect vor Cyberangriffen?

cProtect ist eine effektive Möglichkeit, Infektionen durch Ransomware, Kryptotrojaner und andere Malware rückgängig zu machen – einfach die Zeit zurückdrehen. Voraussetzung dafür ist, dass der Befall zeitnah bemerkt wird.

Wie kann ich mich noch besser vor Cyberangriffen schützen?

cProtect stößt an seine Grenzen, wenn der Befall nicht schnell genug bemerkt wird. Wenn Sie hier auf der sicheren Seite sein wollen, empfehlen wir unser Managed Backup: Auf Basis eines zuvor definierten Backup-Plans erstellen wir regelmäßig Sicherungen Ihrer Systeme und halten diese bis zu vier Wochen vor.

Welche Alternative zu cProtect gibt es?

Als Alternative zu cProtect bieten wir zwei Lösungen an: Managed Backup – mit unserer Backup-Landschaft erstellen wir Datensicherungen auf Basis eines vordefinierten Backup-Plans – und den Failover-Cluster: Auf Wunsch bauen wir für Sie einen dedizierten oder virtuellen Failover-Cluster auf.

Was bringt ein Geo-Backup?

Ein Geo-Backup speichert die Sicherung an einem anderen Standort. Damit ist sie auch dann noch vorhanden, wenn ein Ereignis den primären Standort vollständig trifft, etwa Brand, Hochwasser oder ein längerer Stromausfall. centron betreibt verteilten Betrieb über mehrere Standorte in Deutschland seit 2016.

Wie oft sollte eine Wiederherstellung getestet werden?

Mindestens einmal jährlich je kritischem System, dazu nach jeder größeren Änderung an Anwendung oder Umgebung. Entscheidend ist weniger die Häufigkeit als die Dokumentation: Ein Test ohne festgehaltenes Ergebnis hilft weder bei der Verbesserung noch gegenüber Prüfern.

Wo liegen unsere Sicherungen?

Standardmäßig im centron-Rechenzentrum in Hallstadt bei Bamberg. Im Geltungsbereich unserer ISO-27001-Zertifizierung auf Basis von IT-Grundschutz liegen Hallstadt, Nürnberg und Frankfurt am Main. Für den verteilten Betrieb lassen sich weitere Standorte einbeziehen.

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