Hochverfügbarkeit, durchdacht
Von redundanten Rechenzentren über Cluster und Replikation bis zum Sekunden-Failover: So hält centron Ihre Dienste am Laufen. Die meisten Betriebe haben ein Backup – deutlich weniger können sagen, wie lange es dauern würde, damit wieder arbeitsfähig zu sein. Wer Server, Netzwerk, Zugänge und Anwendungen nach einem Totalausfall von Hand neu aufsetzen muss, braucht Tage, selbst wenn alle Daten vorhanden sind.
- Vier Stufen, eine Entscheidung – von der einfachen Sicherung bis zum Cluster, das den Ausfall gar nicht erst sichtbar macht.
- Verteilter Betrieb seit 2016 – Sicherungen und Systeme über mehrere Standorte in Deutschland, standardmäßig in Hallstadt bei Bamberg.
- Wiederanlauf, der geprüft ist – Testumgebungen für die Wiederherstellung, minutengenau abgerechnet.
- Zertifiziert nach dem Standard des BSI – ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz und BSI-C5-Testat.
Verfügbarkeit entsteht in Schichten
Echte Hochverfügbarkeit ist kein einzelnes Produkt, sondern das Zusammenspiel von Infrastruktur, Architektur und Prozessen.
Redundante Infrastruktur
USV, Netzersatzanlagen, getrennte Brandabschnitte und mehrfach redundante Netzanbindung – die physische Basis in unserem Rechenzentrum in Hallstadt bei Bamberg.
Hochverfügbare Architektur
Managed Cluster mit Load Balancing, Echtzeit-Replikation und automatischem Failover halten Anwendungen online – auch beim Ausfall einzelner Komponenten.
Absicherung des Ernstfalls
cProtect repliziert im 15-Minuten-Takt in den getrennten Brandabschnitt des Rechenzentrums Hallstadt – mit unveränderlichen Ständen und Failover in Sekunden, selbst bei Ransomware.
Wachsame Prozesse
24/7-Monitoring mit Alarmen und – bei Managed Services – proaktiver Störungsbehebung durch centron-Experten, bevor Nutzer etwas bemerken.
Vier Stufen der Ausfallsicherheit
Der Unterschied zwischen Sicherung und Wiederanlauf wird erst im Ernstfall sichtbar – und dann ist es zu spät, ihn zu klären. Aus zulässiger Ausfallzeit und zulässigem Datenverlust je System ergibt sich, welche der vier Stufen erforderlich ist.
1. Sicherung
Die Daten sind vorhanden, der Wiederanlauf erfolgt von Hand. Ausfallzeit: Stunden bis Tage. Geeignet für Systeme, deren Ausfall verkraftbar ist, etwa Testumgebungen oder Archive. Umsetzung über cBacks.
2. Sicherung an zweitem Ort
Dieselbe Sicherung, zusätzlich an einem anderen Ort. Schützt gegen Ereignisse, die den ganzen Standort betreffen: Brand, Hochwasser, längerer Stromausfall. Umsetzung über Managed Backup oder S3 Object Storage.
3. Failover
Ein zweites System steht bereit und übernimmt bei Ausfall. Ausfallzeit: Minuten. Der Umschaltvorgang kann automatisch oder auf Anweisung erfolgen. Geeignet für Systeme, deren Stillstand den Betrieb spürbar stört – umgesetzt mit cProtect.
4. Hochverfügbarkeit
Mehrere Systeme laufen parallel, der Ausfall eines einzelnen bleibt für Nutzer unbemerkt. Ausfallzeit: nahe null. Die aufwendigste und teuerste Stufe, sinnvoll für Systeme, ohne die nicht gearbeitet werden kann – als Managed Cluster im High-Availability-Pool.
Verfügbarkeit, schwarz auf weiß
Diese Werte stehen in den Leistungsscheinen und gelten je Kalendermonat. cProtect hat kein eigenes Verfügbarkeitsversprechen, der Dienst folgt dem SLA der Infrastruktur, auf der das Failover-System läuft. Für ein hochverfügbares System ist deshalb der High-Availability-Pool die Grundlage.
| Leistung | Wert | Geltung |
|---|---|---|
| ccloud³ VMs im High-Availability-Pool | 99,8 % | je Monat · Leistungsschein ccloud³ |
| ccloud³ VMs im Worker- und Power-Pool | 99,5 % | je Monat · Leistungsschein ccloud³ |
| Managed Server | 99,5 % / 99,8 % | Worker-/Power-Pool bzw. HA-Pool |
| Volumes und S3 Object Storage | 99,9 % | je Monat · Leistungsschein |
| Netzwerk Colocation | 99,9 % | im Jahresmittel · Leistungsschein Colocation |
| cProtect Replikationsintervall | ca. 15 Minuten | Leistungsschein cProtect |
| Individuelle SLAs | nach Vereinbarung | Managed Cluster und Full Managing |
Was in einen Plan gehört – und wer wofür verantwortlich ist
Wiederherstellung testen, ohne Ersatzhardware: Sie stellen eine Sicherung in eine neue ccloud³ Instanz zurück, prüfen, ob die Anwendung startet und die Daten stimmen, messen die tatsächlich benötigte Zeit und löschen die Instanz danach wieder – berechnet wird nur die Zeit, in der sie besteht. Fast immer weicht die gemessene Zeit von der geplanten ab, meist nach oben; genau das ist der Wert des Tests. Dokumentiert werden Datum, wiederhergestelltes System, benötigte Zeit, aufgetretene Probleme und die abgeleiteten Änderungen am Plan – das, was Prüfer und Versicherer sehen wollen. Die Nachweise liefert das Trust Center.
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Priorisierung der Systeme | Eine Reihenfolge nach Wichtigkeit für den Geschäftsbetrieb. Ohne sie richtet sich der Wiederanlauf nach dem technischen Aufwand statt nach dem Bedarf. |
| Wiederanlaufziele | Für jedes System die zulässige Ausfallzeit und der zulässige Datenverlust. Aus beiden Werten ergibt sich, welche der vier Stufen erforderlich ist und in welchem Intervall gesichert wird. |
| Zuständigkeiten | Namentlich benannte Verantwortliche mit Vertretung sowie Erreichbarkeiten außerhalb der Arbeitszeit, einschließlich derjenigen des Dienstleisters. |
| Ablauf des Wiederanlaufs | Die einzelnen Schritte, dokumentiert in einer Form, die auch von Personen ausgeführt werden kann, die das System nicht täglich betreuen. |
| Prüfrhythmus | Ein festgelegter Turnus für die Erprobung. Ein Plan ohne dokumentierte Wiederherstellung ist im Prüfungsfall kein Nachweis; üblich ist mindestens eine Wiederherstellung pro Jahr je kritischem System. |
| Aufgabe | Bei Ihnen | Bei centron |
|---|---|---|
| Einstufung der Systeme und Wiederanlaufziele | vollständig | Beratung zur technischen Umsetzbarkeit |
| Disaster-Recovery-Plan | Erstellung und Pflege | Zulieferung der Betriebsangaben |
| Anwendungen und Betriebssysteme | Konfiguration, Wiederanlauf der Anwendung | Managed Service auf Wunsch |
| Sicherung und Wiederherstellung | Festlegung von Intervall und Aufbewahrung | Durchführung und Bereitstellung |
| Plattform und Rechenzentren | — | Redundanz, Monitoring, Notfallmanagement des Betriebs |
| Wiederherstellungstest | Planung, Durchführung, Dokumentation | Bereitstellung der Testumgebung |
| Nachweise für Prüfer und Versicherer | Aufnahme in die eigene Dokumentation | Zertifikate mit Geltungsbereich, BSI-C5-Testat und TOM im Trust Center |
Wie viel Verfügbarkeit braucht Ihr System?
Nicht jede Anwendung braucht Georedundanz – aber jede braucht einen bewussten Plan. Im HA-Gespräch analysieren wir Ausfallkosten, definieren RPO- und RTO-Ziele und entwerfen die passende Architektur: vom Load-Balancer-Paar bis zur standortübergreifenden Replikation.
- Bedarfsanalyse – Ausfallkosten und Ziele klären
- RPO/RTO-Definition als Architektur-Grundlage
- Passgenaue Lösung vom Cluster bis zur Georedundanz
- Vertragliche SLAs für Ihre Planungssicherheit
Häufige Fragen zu Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery
Was bedeuten 99,5 %, 99,8 % und 99,9 % Verfügbarkeit konkret?
Reicht ein Backup nicht aus?
Was gehört in einen Disaster-Recovery-Plan?
Was ist Disaster Recovery as a Service?
Was ist der Unterschied zwischen Hochverfügbarkeit und Failover?
Wie erreiche ich Hochverfügbarkeit für meine Anwendung?
Wie viel Ausfallsicherheit braucht ein mittelständisches Unternehmen?
Was passiert bei einem Ausfall des Produktivsystems?
Wie funktioniert cProtect?
Wie weit kann ich mit cProtect in der Zeit zurückspringen?
Schützt ein Backup vor Ransomware?
Schützt mich cProtect vor Cyberangriffen?
Wie kann ich mich noch besser vor Cyberangriffen schützen?
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