Cloud Storage Guide – alles Wichtige an einem Ort

Cloud Storage: Der Guide für Unternehmen

Cloud Storage ist die Speicherung von Daten auf Servern eines Cloud-Anbieters, die über das Internet erreichbar sind – statt auf lokaler Hardware. Unternehmen nutzen dafür drei Speicherarten: Object Storage für unbegrenzt skalierbare Datenmengen, Block Storage für schnelle Anwendungsdaten und File Storage für gemeinsame Dateiablagen. Dieser Guide erklärt die Unterschiede, die Kosten und die Kriterien für die Anbieterwahl – inklusive DSGVO-Blick.

Die drei Speicherarten

Object Storage, Block Storage oder File Storage – was ist der Unterschied?

Object Storage speichert Daten als Objekte mit Metadaten in flachen „Buckets" – unbegrenzt skalierbar und ideal für Backups, Medien und Big Data. Block Storage teilt Daten in Blöcke auf und bietet die niedrigsten Latenzen – die richtige Wahl für Datenbanken und VM-Laufwerke. File Storage organisiert Daten in vertrauter Ordnerstruktur für gemeinsame Netzlaufwerke. Die meisten Unternehmen kombinieren mehrere Arten.

Speicherarten im Vergleich
KriteriumObject StorageBlock StorageFile Storage
StrukturObjekte in Buckets (flach)Blöcke, als Laufwerk eingebundenDateien in Ordnerhierarchie
Skalierungpraktisch unbegrenztbis Volume-Grenze, erweiterbarbegrenzt durch Dateisystem
ZugriffHTTP-API (S3-kompatibel)Betriebssystem (als Disk)Netzwerkprotokolle (NFS/SMB)
Latenzmoderatam niedrigsten (NVMe)moderat
Ideal fürBackups, Medien, Archive, Data Lakes, KI-DatensätzeDatenbanken, VM-Disks, transaktionale WorkloadsGemeinsame Ablagen, Home-Verzeichnisse
centron ProduktS3 Object Storage (0,02 €/GB · Monat)Volumes (0,05 €/GB · Monat)via VM + Volume realisierbar
Cloud Speicher Vergleich

Cloud-Speicher für Unternehmen im Vergleich: Worauf es ankommt

Consumer-Dienste wie Google Drive oder Dropbox sind für private Dateien gebaut – Unternehmen brauchen S3-kompatible APIs, planbare Kosten und DSGVO-Klarheit. Der größte versteckte Kostenfaktor bei Hyperscalern ist der ausgehende Traffic (Egress): Wer große Datenmengen ausliefert oder migriert, zahlt bei AWS & Co. pro Gigabyte. Bei centron ist externer Traffic im S3 Object Storage kostenlos.

KriteriumConsumer-Dienste (Drive, Dropbox)Hyperscaler (AWS S3 & Co.)centron S3 Object Storage
ZielgruppePrivat & kleine TeamsUnternehmen, globalUnternehmen, Deutschland/EU
S3-APIneinjaja, vollständig kompatibel
SpeicherpreisAbo je Nutzerje Klasse, zzgl. Requests0,02 €/GB, ab 5 €/Monat
Ausgehender Trafficlimitiertkostenpflichtig (Egress-Gebühren)kostenlos
Datenstandortmeist USA/globalwählbar, US-Konzernmutterausschließlich Deutschland
RechtsrahmenUS CLOUD Act möglichUS CLOUD Act möglichnur deutsches/EU-Recht
NachweisediverseISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, BSI C5:2020 Typ 1
Transparente Rechnung

Was kostet Cloud Storage für Unternehmen?

Business-Cloud-Speicher wird pro Gigabyte und Monat abgerechnet. Bei centron kostet S3 Object Storage 0,02 € pro GB (Mindestabnahme 5 €/Monat für 250 GB) – inklusive kostenlosem externem Traffic. Ein Terabyte kostet damit rund 20 € im Monat, ohne versteckte Gebühren für Zugriffe oder Auslieferung. NVMe-Block-Storage für Datenbanken liegt bei 0,05 €/GB. Zum Vergleich: Bei Hyperscalern kommen zum Speicherpreis Request- und Egress-Gebühren, die die Rechnung bei datenintensiven Anwendungen vervielfachen können.

0,02 € / GBS3 Object Storage · externer Traffic kostenlos
S3-Preise im Detail
  • 1 TB Backups/Archiv ≈ 20 €/Monat im Object Storage – Auslieferung inklusive
  • Datenbank-Volume 100 GB = 5 €/Monat NVMe-Block-Storage, stundengenau
  • Keine Egress-Falle – Migration und Downloads kosten nichts extra
  • Backup-Automatik – mit cBacks als Backup-Ziel kombinierbar
Rechtssicher speichern

Ist Cloud-Speicher DSGVO-konform?

Cloud-Speicher ist DSGVO-konform, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Die Daten liegen in der EU (besser: in Deutschland), es existiert ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, und der Anbieter unterliegt keiner Drittstaaten-Gesetzgebung wie dem US CLOUD Act – was bei US-Konzernmüttern auch dann greift, wenn die Server in Europa stehen. centron speichert ausschließlich in eigenen deutschen Rechenzentren (ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, BSI C5:2020 Typ 1) und ist ein inhabergeführtes deutsches Unternehmen. Ausführlich: Datensouveränität bei centron.

Verschlüsselung

Übertragung per TLS, Speicherung mit serverseitiger Verschlüsselung – Zugriff nur über Ihre S3-Zugangsschlüssel und granulare Bucket-Policies.

Standort Deutschland

Eigenes Rechenzentrum in Hallstadt bei Bamberg – Ihre Daten verlassen Deutschland nicht und unterliegen ausschließlich deutschem und europäischem Recht.

AVV & Nachweise

Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, dokumentierte TOM und geprüfte Prozesse (ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, uneingeschränktes BSI C5:2020 Typ 1-Testat).

Versionierung & Immutability

Objektversionierung schützt vor versehentlichem Überschreiben; unveränderliche Wiederherstellungspunkte gegen Ransomware liefert cProtect.

Die Checkliste

Wie wählen Sie den richtigen Cloud-Storage-Anbieter?

Sechs Fragen trennen passende Anbieter von teuren Fehlentscheidungen. Wer sie vor der Migration beantwortet, vermeidet die zwei häufigsten Probleme: explodierende Egress-Kosten und nachträgliche Datenschutz-Diskussionen mit Kunden oder Auditoren.

Unverbindlich beraten lassen
  • Gesamtkosten inkl. Traffic? Speicherpreis + Requests + Egress durchrechnen
  • S3-kompatible API? Standard-Tools und -Bibliotheken funktionieren sofort
  • Datenstandort & Rechtsrahmen? Deutschland/EU, keine Drittstaaten-Zugriffe
  • Nachweise? ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, C5-Testat, AVV nach Art. 28 DSGVO
  • Skalierung & Limits? Wachstum ohne Vertragswechsel möglich
  • Support? Erreichbare Experten statt Ticket-Warteschlange – bei centron 24/7
Cloud Storage FAQ

Häufige Fragen zu Cloud Storage

Was ist Cloud Storage?

Cloud Storage ist die Speicherung von Daten auf entfernten Servern eines Cloud-Anbieters, auf die über das Internet oder eine API zugegriffen wird. Statt eigene Speicherhardware zu kaufen und zu warten, mieten Unternehmen genau die Kapazität, die sie brauchen – skalierbar, ausfallsicher durch redundante Speicherung und abgerechnet nach tatsächlicher Nutzung.

Was ist der Unterschied zwischen Object Storage und Block Storage?

Object Storage speichert Daten als Objekte mit Metadaten in flachen Buckets und wird per HTTP-API (S3) angesprochen – praktisch unbegrenzt skalierbar, ideal für Backups, Medien und Archive. Block Storage teilt Daten in Blöcke und wird als Laufwerk in ein Betriebssystem eingebunden – mit den niedrigsten Latenzen, ideal für Datenbanken und VM-Disks. Faustregel: unstrukturierte Massendaten → Object, performancekritische Anwendungsdaten → Block.

Was kostet Cloud-Speicher für Unternehmen?

Bei centron kostet S3 Object Storage 0,02 € pro GB und Monat (Mindestabnahme 5 € für 250 GB), externer Traffic ist kostenlos – ein Terabyte kostet damit rund 20 € monatlich. NVMe-Block-Storage liegt bei 0,05 €/GB. Bei Hyperscalern kommen zum Speicherpreis Request- und Egress-Gebühren hinzu, die bei datenintensiven Anwendungen den größten Kostenblock ausmachen können.

Ist Cloud-Speicher DSGVO-konform?

Ja, wenn die Daten in der EU liegen, ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO besteht und der Anbieter keiner Drittstaaten-Gesetzgebung unterliegt. Vorsicht bei US-Anbietern: Der US CLOUD Act kann Zugriffe auch auf europäische Server erzwingen. centron speichert ausschließlich in eigenen deutschen Rechenzentren und ist ein inhabergeführtes deutsches Unternehmen ohne US-Konzernmutter.

Was bedeutet S3-kompatibel?

S3 ist die von Amazon etablierte API für Object Storage, die sich als Industriestandard durchgesetzt hat. Ein S3-kompatibler Speicher wie der von centron lässt sich mit denselben Tools, SDKs und Anwendungen nutzen (etwa rclone, s3cmd, Veeam oder Backup-Software) – ohne Code-Änderungen. Das macht auch die Migration von AWS S3 zu einem deutschen Anbieter unkompliziert.

Eignet sich Cloud Storage als Backup-Ziel?

Ja – Object Storage ist wegen Skalierbarkeit, Versionierung und niedriger Kosten das ideale Backup-Ziel. Bei centron kombinieren Kunden den S3 Object Storage mit cBacks für automatisierte tägliche Sicherungen; für Ransomware-Schutz mit unveränderlichen Ständen und Sekunden-Failover ergänzt cProtect die Strategie. Wie alles zusammenspielt, zeigt der Leitfaden Disaster Recovery.

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