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Bugzilla 5.0.4 auf CentOS 7 installieren – Anleitung

Ccentron Redaktion · Juli 2025 ·7 Min. Lesezeit ·Linux Basics, Tutorial

Bugzilla ist ein weit verbreitetes, kostenloses und quelloffenes System zur Fehlerverfolgung. Entwickler und Softwareanbieter nutzen es, um ihre Anwendungen kontinuierlich zu verbessern.

Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie Bugzilla Version 5.0.4 auf einem Server mit CentOS 7 eingerichtet wird.

Voraussetzungen

  • Ein frisch installiertes CentOS 7 x64 System (z. B. mit IP: 203.0.113.1).
  • Ein Benutzerkonto mit sudo-Rechten.
  • Das System sollte über das EPEL YUM Repository aktuell gehalten sein.

Für Bugzilla 5.0.4 ist Perl ab Version 5.14 erforderlich sowie ein Webserver und eine Datenbank. In dieser Anleitung verwenden wir Perl 5.16.x, Apache 2.4.x und MariaDB 10.2.x.

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Schritt 1: Perl 5.16.x und Abhängigkeiten installieren

Nach dem Login als Benutzer mit sudo-Rechten lassen sich Perl und die benötigten Module wie folgt installieren:

Konsole
sudo yum install perl perl-CPAN perl-DBD-MySQL -y

Prüfen Sie anschließend die installierte Perl-Version. Sie sollte mindestens 5.14 sein:

Code
perl -v

Die Ausgabe sollte Version 5.16.3 zeigen, die für Bugzilla 5.0.4 geeignet ist.

Nun folgen weitere notwendige Pakete:

Konsole
sudo yum install gcc gd gd-devel rst2pdf graphviz patchutils -y

Schritt 2: Apache 2.4.x einrichten

Installieren und konfigurieren Sie Apache 2.4.6 mit diesen Befehlen:

Konsole
sudo yum install httpd httpd-devel -y
sudo sed -i 's/^/#&/g' /etc/httpd/conf.d/welcome.conf
sudo systemctl start httpd.service
sudo systemctl enable httpd.service

Schritt 3: MariaDB 10.2.x einrichten

Installieren Sie die aktuelle stabile Version von MariaDB:

Konsole
curl -sS https://downloads.mariadb.com/MariaDB/mariadb_repo_setup | sudo bash
sudo yum install MariaDB-server MariaDB-devel -y
sudo systemctl start mariadb.service
sudo systemctl enable mariadb.service

Führen Sie anschließend das Sicherheitsskript für MariaDB aus:

Konsole
sudo /usr/bin/mysql_secure_installation

Beantworten Sie die Fragen wie folgt:

  • Aktuelles root-Passwort eingeben (bei leer einfach Enter): Enter
  • Neues root-Passwort setzen? [Y/n]: Y
  • Neues Passwort: your-MariaDB-root-password
  • Passwort bestätigen: your-MariaDB-root-password
  • Anonyme Benutzer entfernen? [Y/n]: Y
  • Root-Login von außen unterbinden? [Y/n]: Y
  • Testdatenbank entfernen? [Y/n]: Y
  • Rechte jetzt neu laden? [Y/n]: Y

Melden Sie sich anschließend bei MySQL als root an:

Code
mysql -u root -p

Legen Sie eine neue Datenbank und einen Benutzer für Bugzilla an. Verwenden Sie Ihre eigenen Werte:

Code
CREATE DATABASE bugzilla;
CREATE USER 'bugzillauser'@'localhost' IDENTIFIED BY 'yourpassword';
GRANT ALL PRIVILEGES ON bugzilla.* TO 'bugzillauser'@'localhost' IDENTIFIED BY 'yourpassword' WITH GRANT OPTION;
FLUSH PRIVILEGES;
EXIT;

Passen Sie anschließend die Konfiguration von MariaDB an:

Konsole
sudo vi /etc/my.cnf.d/server.cnf

Ergänzen Sie unter dem Abschnitt [mysqld] folgende Zeilen:

Konsole
# Bugzilla
# Pakete bis zu 16M zulassen
max_allowed_packet=16M
# Kurze Wörter in Volltextindizes erlauben
ft_min_word_len=2

Speichern und schließen Sie die Datei:

Code
:wq!

Starten Sie den MariaDB-Dienst neu, um die Änderungen zu übernehmen:

Konsole
sudo systemctl restart mariadb.service

Schritt 4: Bugzilla 5.0.4 herunterladen und einrichten

Laden Sie das Archiv von Bugzilla 5.0.4 direkt von den offiziellen Mozilla-Servern herunter:

Konsole
cd
wget https://ftp.mozilla.org/pub/mozilla.org/webtools/bugzilla-5.0.4.tar.gz

Entpacken Sie das Archiv in ein Zielverzeichnis Ihrer Wahl:

Konsole
sudo tar -C /opt -zxvf bugzilla-5.0.4.tar.gz

Erstellen Sie einen symbolischen Link, um spätere Updates zu erleichtern:

Konsole
sudo ln -s /opt/bugzilla-5.0.4 /var/www/html/bugzilla

Führen Sie das Konfigurationsskript aus, um fehlende Perl-Module zu ermitteln:

Konsole
sudo /var/www/html/bugzilla/checksetup.pl

Sie können einzelne Module manuell installieren:

Konsole
sudo /usr/bin/perl /var/www/html/bugzilla/install-module.pl CGI

Oder alternativ alle notwendigen und optionalen Module gleichzeitig installieren:

Konsole
sudo /usr/bin/perl /var/www/html/bugzilla/install-module.pl --all

Führen Sie das Setup-Skript erneut aus, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Module, insbesondere DBD::mysql, verfügbar sind:

Konsole
sudo /var/www/html/bugzilla/checksetup.pl

Bearbeiten Sie anschließend die Datei localconfig, um die Datenbankverbindung zu definieren:

Konsole
sudo vi /var/www/html/bugzilla/localconfig

Aktualisieren Sie die Werte entsprechend Ihrer Konfiguration:

Code
$webservergroup = 'apache';
$db_driver = 'mysql';
$db_host = 'localhost';
$db_name = 'bugzilla';
$db_user = 'bugzillauser';
$db_pass = 'yourpassword';

Speichern Sie die Datei und führen Sie das Setup-Skript erneut aus, um die Installation abzuschließen:

Konsole
sudo /var/www/html/bugzilla/checksetup.pl

Im nächsten Schritt werden Administratorinformationen abgefragt:

  • E-Mail-Adresse: admin@example.com
  • Name: John Doe
  • Passwort: your-admin-password

Weisen Sie alle Bugzilla-Dateien dem Apache-Benutzer zu:

Konsole
sudo chown -R apache:apache /opt/bugzilla-5.0.4

Erstellen Sie nun eine Apache-Virtual-Host-Konfiguration für Bugzilla:

Konsole
sudo vi /etc/httpd/conf.d/bugzilla.conf

Fügen Sie folgende Konfiguration ein:

Code
<VirtualHost *:80>
  ServerAdmin admin@example.com
  DocumentRoot /var/www/html/bugzilla/
  ServerName bugzilla.example.com
  ServerAlias www.bugzilla.example.com
  <Directory /var/www/html/bugzilla/>
    AddHandler cgi-script .cgi
    Options +Indexes +ExecCGI
    DirectoryIndex index.cgi
    AllowOverride Limit FileInfo Indexes Options AuthConfig
  </Directory>
  ErrorLog /var/log/httpd/bugzilla.example.com-error_log
  CustomLog /var/log/httpd/bugzilla.example.com-access_log common
</VirtualHost>

Speichern Sie die Datei und starten Sie Apache neu:

Konsole
sudo systemctl restart httpd.service

Schritt 5: Firewall konfigurieren

Öffnen Sie Port 80 dauerhaft in der Firewall für HTTP-Zugriffe:

Konsole
sudo firewall-cmd --zone=public --add-port=80/tcp --permanent
sudo firewall-cmd --reload

Schritt 6: Installation testen und Bugzilla aufrufen

Nutzen Sie das Testskript, um die Funktionalität des Bugzilla-Setups zu überprüfen:

Konsole
sudo /var/www/html/bugzilla/testserver.pl http://203.0.113.1

Sie sollten folgende Bestätigungen erhalten:

  • TEST-OK Webserver läuft unter dem konfigurierten Gruppennamen.
  • TEST-OK Schloss-Symbol erfolgreich geladen.
  • TEST-OK CGI-Skripte werden über mod_cgi ausgeführt.
  • TEST-OK Zugriff auf /localconfig ist unterbunden.
  • TEST-OK GD-Versionen stimmen überein.
  • TEST-OK GD-Bibliothek erstellt ein korrektes PNG-Bild.
  • TEST-OK Chart-Bibliothek generiert ein korrektes PNG-Diagramm.
  • TEST-OK Template::Plugin::GD ist installiert.

Rufen Sie anschließend im Browser http://203.0.113.1/ auf, klicken Sie auf „Log In“ und geben Sie Ihre Admin-Zugangsdaten ein.

Schritt 7 (optional): Apache mod_perl zur Leistungssteigerung aktivieren

Installieren Sie das Apache-Modul mod_perl samt Entwicklerpaket:

Konsole
sudo yum install mod_perl mod_perl-devel -y

Überprüfen Sie die Aktivierung des Moduls:

Code
apachectl -M | grep perl

Sie sollten folgendes sehen:

  • perl_module (shared)

Bearbeiten Sie die mod_perl-Konfigurationsdatei:

Konsole
sudo vi /etc/httpd/conf.d/perl.conf

Zeilennummern anzeigen und folgende Zeilen aktivieren:

Code
:set nu

Kommentare bei Zeile 15 und 24 entfernen, dann am Ende Folgendes ergänzen:

Code
PerlSwitches -w
PerlSwitches -T
PerlConfigRequire /var/www/html/bugzilla/mod_perl.pl

Laden Sie den Apache-Dienst neu, um die Konfiguration zu übernehmen:

Konsole
sudo systemctl restart httpd.service

Fazit

Sie haben erfolgreich Bugzilla 5.0.4 auf einem CentOS 7-Server eingerichtet. Von der Installation der erforderlichen Komponenten wie Perl, Apache und MariaDB bis zur Konfiguration der Weboberfläche und Sicherheit bietet dieses Setup eine leistungsfähige Lösung zur Fehlerverfolgung. Mit mod_perl können Sie zusätzlich die Leistung Ihres Systems optimieren. Der Zugriff erfolgt bequem über Ihren Webbrowser – bereit zur Nutzung in der Softwareentwicklung.

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Kategorie Linux Basics
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