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Webhosting-Serviceleistungen: Ihr umfassender Leitfaden

Webhosting bezeichnet die Dienstleistung, Webseiten, E-Mail-Postfächer, Datenbanken und Anwendungen auf den Servern eines Anbieters bereitzustellen. Der Anbieter – der „Hoster“ – stellt Speicherplatz, Anbindung und Betrieb, häufig ergänzt um Domainregistrierung und Werkzeuge für den Webseitenaufbau.

Infrastruktur & Hosting ·4 Min. Lesezeit ·Glossar

Welche Leistungen ein Hoster erbringt

Der Begriff stammt aus dem Englischen: Ein „Hoster“ ist wörtlich ein Gastgeber. Gemeint sind Unternehmen, die fremde Inhalte auf eigener Infrastruktur beherbergen. Das Leistungsspektrum umfasst typischerweise:

  • Hosting von Webseiten
  • Bereitstellung von E-Mail-Adressen
  • Web-Speicherkapazitäten
  • Verwaltung von Web-Datenbanken
  • Unterstützung von Internet-Shop-Systemen
  • Bereitstellung von Content-Management-Systemen

Ein umfassender Anbieter übernimmt darüber hinaus oft die Registrierung von Domainnamen und stellt Werkzeuge für den Webseitenaufbau bereit. Daneben gibt es spezialisierte Angebote, die sich etwa auf reine E-Mail-Dienste beschränken.

Die Wachsende Bedeutung von Cloud Hosting

In Zeiten von vielfältigen IT-Endgeräten wird das Cloud Hosting immer relevanter. Ein Cloud Hoster bietet den Nutzern flexiblen Zugang zu Anwendungen und Daten, die zentral im Internet gespeichert sind. Dieser Service nutzt eine hochentwickelte IT-Infrastruktur, die von Server- bis Clientsoftware, Datenspeicher und notwendige Prozessorleistung reicht. Der Zugriff auf diese Dienstleistungen ist von nahezu jedem Gerät und von überall aus möglich – sei es über Smartphones, Tablets oder PCs. Insbesondere für Unternehmen ist dies ein großer Vorteil, da sie ihre Mitarbeiter ohne eigene Serverinfrastruktur vernetzen können.

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Die gängigen Hosting-Modelle

Shared Hosting

Viele Kundenprojekte teilen sich einen Server. Günstig und ohne Administrationsaufwand, dafür mit festen Grenzen bei Konfiguration und Leistung – ein lastintensives Nachbarprojekt kann die eigene Seite ausbremsen.

Virtuelle Server

Ein physischer Server wird in mehrere virtuelle Maschinen mit fest zugewiesenen Ressourcen aufgeteilt. Der Kunde erhält vollen Administrationszugriff und wählt Betriebssystem und Software selbst.

Dedizierte Server

Die gesamte Hardware steht einem einzigen Kunden zur Verfügung. Maximale Leistung und Isolation, dafür höhere Kosten und Erweiterung nur über Hardwaretausch.

Cloud Hosting

Ressourcen stammen aus einem Verbund und lassen sich kurzfristig anpassen. Abgerechnet wird nach Nutzung. Fällt ein Knoten aus, übernehmen andere.

Managed Hosting

Unabhängig von der technischen Grundlage übernimmt der Anbieter Betrieb, Aktualisierung, Überwachung und Absicherung. Die Verantwortung für die Anwendung selbst bleibt beim Kunden.

Was zu einem Hosting-Paket gehört

  • Speicherplatz und Datenbanken: Umfang, Art des Speichers (SSD oder NVMe) und Anzahl der Datenbanken.
  • Domains und E-Mail: inbegriffene Domains, Postfächer und Weiterleitungen.
  • TLS-Zertifikate: heute Standard, meist automatisch ausgestellt und erneuert.
  • Laufzeitumgebungen: verfügbare Versionen von PHP, Node.js, Python und anderen.
  • Sicherungen: Rhythmus, Aufbewahrungsdauer und die Frage, ob der Kunde selbst zurückspielen kann.
  • Verwaltungsoberfläche: Zugang über Panel, SSH, FTP/SFTP oder API.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Standort der Server. Für die DSGVO ist entscheidend, wo Daten liegen und wer darauf zugreifen kann. Ein Rechenzentrum in Deutschland vereinfacht die Prüfung erheblich.

Verfügbarkeit. Zugesicherte Werte gehören in den Vertrag, nicht in den Werbetext. Wichtig ist außerdem, wie Ausfälle gemeldet und entschädigt werden.

Sicherung und Wiederherstellung. Entscheidend ist nicht, dass gesichert wird, sondern wie schnell und wie vollständig sich ein Stand zurückholen lässt.

Wachstum. Lässt sich das Paket erweitern, ohne umzuziehen? Ein Wechsel des Anbieters ist immer mit Aufwand und Risiko verbunden.

Support. Erreichbarkeit, Reaktionszeiten und ob im Ernstfall jemand mit technischem Verständnis antwortet.

Sicherheit im Hosting

Die Aufgaben verteilen sich: Der Anbieter verantwortet Netz, Hardware und – bei Managed-Angeboten – das Betriebssystem. Der Kunde verantwortet die Anwendung, ihre Aktualisierung und die Zugangsdaten.

Praktisch bedeutet das: Content-Management-Systeme und Erweiterungen zeitnah aktualisieren, Zugänge mit Mehrfaktor-Authentifizierung absichern, Administrationsbereiche nicht öffentlich erreichbar lassen und Protokolle gelegentlich ansehen, statt sie nur zu sammeln.

FAQ zu Hosting

Was ist der Unterschied zwischen Hosting und Housing?

Beim Hosting stellt der Anbieter die Hardware und betreibt sie. Beim Housing – auch Colocation genannt – bringt der Kunde eigene Geräte mit und mietet Stellfläche, Strom und Anbindung.

Brauche ich Managed Hosting?

Wenn im Haus kein Fachwissen für Betriebssystempflege und Absicherung vorhanden ist, spart Managed Hosting Aufwand und Risiko. Wer eigene Administratoren hat, fährt mit unmanaged oft günstiger.

Wie viel Speicherplatz ist nötig?

Für klassische Webseiten genügen meist wenige Gigabyte. Relevanter als der reine Platz sind Datenbankgröße, Zugriffszahlen und der Bedarf an Rechenleistung.

Kann man den Anbieter später wechseln?

Ja, aber mit Aufwand. Einfacher wird es, wenn Daten exportierbar sind, keine anbieterspezifischen Erweiterungen genutzt werden und die Domain frei umziehbar ist.

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