Managed Kubernetes im Vergleich

centron vs. STACKIT Kubernetes: Was sichert der Anbieter im Cluster?

Wer ein Kubernetes-Cluster in Deutschland betreiben lässt, findet bei STACKIT und centron Rechenzentren im Inland. Auseinander gehen beide bei der Datensicherung: STACKIT sichert laut Dokumentation nur den etcd-Speicher der Control Plane. Persistent Volumes und Monitoring richten Ihre Admins selbst ein. centron sichert das Cluster standardmäßig mit 30 Tagen Vorhaltezeit, Velero für Persistent Volumes lässt sich beim Deployment zuschalten. Monitoring und Logging übernimmt centron. Ein Node kostet ab 19,02 € im Monat, SSD-Speicher eingeschlossen.
Stand: 12. Oktober 2026 · Herausgeber: centron GmbH

Buchbar ab 4. November 2026. Vertrag schon jetzt mit dem Vertrieb vereinbaren.

Überblick

centron und STACKIT im Überblick

centron passt, wenn Backups des Clusters ab Werk laufen sollen und Sie Velero für Persistent Volumes beim Deployment zuschalten statt selbst aufbauen möchten. Monitoring und Logging laufen dann ebenfalls ohne eigenes Zutun.

STACKIT passt, wenn eine Ausschreibung C5 Typ 2 fordert, eine zugesagte API-Verfügbarkeit zählt oder Testcluster nachts ruhen sollen.

Gegenübergestellt sind die STACKIT Kubernetes Engine (SKE) und Managed Kubernetes von centron.

KriteriumcentronSTACKIT
Control PlaneOhne Aufpreis als Standard; die hochverfügbare Variante kostet 34,95 € im Monat.Grundsätzlich hochverfügbar, als Cluster Management mit rund 71,71 € monatlich berechnet.
BackupCluster-Backup im Preis enthalten, 30 Tage vorgehalten. Velero für Persistent Volumes beim Deployment zuschaltbar, S3-Speicher nach Verbrauch.Nur der etcd-Speicher, voll alle 24 Stunden und inkrementell alle fünf Minuten.
Monitoring und LoggingGehören zum Leistungsumfang, ebenso die Security-Patches der Nodes.Separat über eine Observability-Instanz, Monitoring Starter rund 29,72 € im Monat (nur Metriken), mit Logs ab rund 69,92 €.
Einstieg3 × C1 ab 57,06 € im Monat, die Standard-Control-Plane ist kostenlos.Allein das Cluster Management kostet rund 71,71 € im Monat, dazu Nodes und Volumes.
NachweiseISO 27001 nach IT-Grundschutz und C5:2020 Typ 1 für Rechenzentrum und ccloud³ / Managed Cloud; Typ 2 ist für 2027 geplant.C5 Typ 2 mit der SKE im Prüfumfang. Das ISO-27001-Zertifikat nach IT-Grundschutz nennt die SKE nicht, das native ISO-27001-Zertifikat gilt allgemein für IaaS- und PaaS-Dienste.
Betreiber und StandortDeutscher Betreiber ohne ausländische Konzernmutter, eigenes Rechenzentrum in Hallstadt.Deutscher Betreiber (Schwarz Gruppe); Region EU01 in Deutschland, Region EU02 in Österreich.
PreiseNode ab 19,02 € monatlich inklusive SSD, eingehender Traffic kostenlos, ausgehend 0,005 € je GB. Stundengenau abgerechnet, Cluster jederzeit löschbar. Netto.c2i.2-Node ab 31,17 €, Volumes nach GB plus Performance-Klasse je Disk. Netto, 720 Stunden.
Backup

Was sichert STACKIT im Cluster und was nicht?

Laut SKE-Dokumentation zum Backup sichert STACKIT die Control Plane, also den etcd-Speicher des Clusters. Vollbackups laufen alle 24 Stunden, dazu kommen Snapshots alle fünf Minuten. Daten in Persistent Volumes und auf den Worker Nodes sichert STACKIT nicht. Dafür empfiehlt STACKIT das Werkzeug Velero, das Ihr Team selbst einrichtet und betreibt. Monitoring läuft über eine eigene Observability-Instanz, die STACKIT separat berechnet.

Ein Restore-Konzept für Persistent Volumes muss aufgebaut, regelmäßig getestet und dauerhaft gepflegt werden. Bei Managed Kubernetes von centron laufen Backups des Clusters standardmäßig mit 30 Tagen Vorhaltezeit. Velero für die Persistent Volumes schalten Sie beim Deployment dazu, statt es selbst zu installieren und zu betreiben. Berechnet wird dafür der genutzte S3-Speicher. Ihr Team kann sich auf Deployments konzentrieren.

Arbeitsteilung

Wer macht was im laufenden Betrieb?

So verteilen sich die Aufgaben, sobald das Cluster produktiv läuft.

Aufgabecentron mit Managed KubernetesSTACKIT Kubernetes Engine
Upgrades von Kubernetes und Node-OScentron, auf Wunsch automatisch im Wartungsfenster.STACKIT, mit aktivierter Auto-Update-Option Patch-Versionen und Flatcar-Updates im Wartungsfenster. Minor-Upgrades stößt Ihr Team an.
Metriken, Logs und Alarmecentron, ohne Zusatzkosten.Ihr Team mit einer zubuchbaren Observability-Instanz.
Sicherung von etcd und VolumesCluster-Backup inklusive, 30 Tage. Velero für Volumes beim Deployment zuschaltbar, S3-Speicher nach Verbrauch.etcd sichert STACKIT, Volumes und Node-Daten sichert Ihr Team, etwa mit Velero.
Richtlinien im ClusterAuf Wunsch setzt centron die Pod-Security-Standards und Best Practices mit Kyverno durch.Ihre Admins.
Workloads und ReleasesIhre Entwickler.Ihre Entwickler.

Stand der Zuordnung: Dokumentation von STACKIT und Leistungsbeschreibung von centron. Verbindlich regelt es das Angebot.

centron

Wann ist centron die bessere Wahl?

Drei Situationen sprechen für Managed Kubernetes von centron.

Ihre Persistent Volumes sollen gesichert sein.

Bei centron laufen Backups des Clusters standardmäßig mit 30 Tagen Vorhaltezeit. Velero für die Persistent Volumes schalten Sie beim Deployment dazu, berechnet wird nur der genutzte S3-Speicher. Bei STACKIT richten Sie Velero für die Daten in den Volumes selbst ein und betreiben es.

Ihr Team soll keine Observability-Plattform pflegen.

Bei STACKIT bedeutet Monitoring eine eigene Observability-Instanz, die Sie buchen und einrichten. Bei centron sind Metriken, Logs und Security-Patches Teil des Betriebs. Eine zusätzliche Observability-Instanz brauchen Sie nicht.

Sie suchen einen günstigen Einstieg.

Ein Cluster mit drei Nodes vom Typ C1 kostet bei centron ab 57,06 € im Monat. Die Standard-Control-Plane ist dabei kostenlos, aber nicht hochverfügbar. Bei STACKIT kostet allein das Cluster Management rund 71,71 € im Monat.

STACKIT

Wann ist STACKIT die bessere Wahl?

Drei Anforderungen sprechen eher für die SKE.

Ihre Ausschreibung verlangt C5 Typ 2.

Im Prüfbericht nach C5 Typ 2 ist die Kubernetes Engine ausdrücklich enthalten. centron kann derzeit ein Testat nach Typ 1 für ccloud³ / Managed Cloud vorlegen, das Audit für Typ 2 ist für 2027 angekündigt.

Sie brauchen eine zugesagte API-Verfügbarkeit.

Für den API-Server der SKE-Cluster nennt STACKIT 99,9 %. Für centron Managed Kubernetes gibt es kein eigenes SLA: Für die Worker Nodes gilt das SLA der ccloud³ Compute Engine mit 99,5 % monatlicher Verfügbarkeit, die Control Plane betreibt centron ohne eigene Verfügbarkeitszusage.

Ihr Cluster läuft nur zeitweise.

Mit Hibernation schaltet STACKIT das Cluster zeitweise ab und löscht dabei die Worker Nodes. Control Plane und Persistent Volume Claims bleiben erhalten, das Cluster Management von rund 71,71 € im Monat wird weiter berechnet. Für Test- und Schulungsumgebungen senkt das die Kosten.

Preise

Was kosten Cluster Management, Nodes und Volumes?

Gerechnet wird mit drei Worker Nodes à 2 vCPU und 4 GB RAM, mindestens 60 GB SSD pro Node und hochverfügbarer Control Plane. Für STACKIT ist das der Typ c2i.2, der günstigste aktuelle Typ mit 2 vCPU und 4 GB RAM. Die Variante mit 2 GB RAM (s3i.2) kostet mit 50,08 € je Node mehr.

Bei centron fallen dafür 140,07 € im Monat netto an. Drei C3-Nodes mit je 80 GB SSD kosten zusammen 105,12 €, die hochverfügbare Control Plane 34,95 €. Monitoring, Logging und das Cluster-Backup sind damit abgegolten. Eingehender Traffic ist kostenlos, ausgehender kostet 0,005 € je GB, bei 5 TB (5.120 GB) rund 26 €. STACKIT weist in Preisliste und Preis-API keinen Traffic-Posten aus. Die Einzelpreise stehen in der Preisliste für Managed Kubernetes.

STACKIT kommt nach eigener Berechnung auf 198,94 € im Monat netto. Der größte Posten sind drei c2i.2-Nodes mit 93,51 €, danach folgt das Cluster Management mit 71,71 € (beides 720 Stunden). Für 180 GB Block Storage fallen 11,76 € an, für die Performance-Klasse perf1 der drei Node-Volumes 21,96 €. Quelle ist die öffentliche Preis-API von STACKIT, abgerufen am 12.10.2026.

Pro Node ist STACKIT bei reiner Rechenleistung günstiger: c2i.2 kostet 31,17 € ohne Volume, centron C3 35,04 € mit 80 GB SSD. Teurer wird die SKE durch das Cluster Management und die Gebühren je Disk. Hinzu käme Monitoring, etwa Monitoring Starter für 29,72 € im Monat (nur Metriken) oder Observability Starter mit Logs für 69,92 €. Ausgehenden Traffic weist die STACKIT-Preisliste nicht als Posten aus.

Die Übersicht Kubernetes Hosting in Deutschland im Vergleich stellt die wichtigsten Anbieter nebeneinander.

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FAQ

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich centron und STACKIT bei Kubernetes?

STACKIT und centron bieten Kubernetes aus deutschen Rechenzentren an. Am deutlichsten unterscheiden sie sich bei der Sicherung: STACKIT übernimmt das Backup des etcd-Speichers, für Persistent Volumes und Worker Nodes ist Ihr Team zuständig. Auch die Überwachung bucht man bei STACKIT als eigene Observability-Instanz. centron sichert das Cluster standardmäßig mit 30 Tagen Vorhaltezeit, bietet Velero für Volumes als Option beim Deployment (S3-Speicher nach Verbrauch) und übernimmt Monitoring und Logging. Für die hochverfügbare Control Plane berechnet centron 34,95 €, STACKIT rund 71,71 € monatlich. Vorteile hat STACKIT beim C5-Testat Typ 2, bei der zugesagten API-Verfügbarkeit von 99,9 % und mit Hibernation für zeitweise genutzte Cluster.

Sichert STACKIT die Persistent Volumes im Cluster?

Nein. Laut STACKIT-Dokumentation sichert das SKE-Team nur die Control Plane, also den etcd-Speicher. Daten in Persistent Volumes und auf den Worker Nodes sichern Sie selbst, STACKIT empfiehlt dafür Velero. Bei centron ist das Cluster-Backup mit 30 Tagen Vorhaltezeit enthalten. Velero für die Persistent Volumes lässt sich beim Deployment zuschalten, abgerechnet wird der genutzte S3-Speicher.

Ist centron eine Alternative zur STACKIT Kubernetes Engine?

Ja, wenn Sie neben der Control Plane auch Sicherung und Überwachung abgeben möchten. STACKIT setzt zertifiziertes Vanilla-Kubernetes ein, centron Upstream-Kubernetes. Manifeste und Helm-Charts lassen sich deshalb in der Regel übernehmen. Anzupassen sind in erster Linie StorageClass-Namen und Load-Balancer-Einstellungen. Den Ablauf des Umzugs klären Sie mit unserem Vertrieb.

Was kostet Monitoring bei STACKIT?

Monitoring läuft bei STACKIT über eine eigene Observability-Instanz, die Sie zusätzlich buchen und einrichten. Der Einstieg Monitoring Starter kostet rund 29,72 € im Monat und umfasst Metriken und Alarme. Logs und Traces enthält erst Observability Starter für rund 69,92 € im Monat. Dashboards, Logs und Alarme konfigurieren Ihre Admins in dieser Instanz selbst. Bei centron gehören Monitoring und Logging zum Leistungsumfang von Managed Kubernetes, ohne eigene Instanz und ohne Aufpreis.

Was kostet die STACKIT Kubernetes Engine?

STACKIT berechnet das Cluster Management mit rund 0,0996 € je Stunde, das sind etwa 71,71 € im Monat. Dazu kommen die Nodes nach Flavor, etwa c2i.2 mit 2 vCPU und 4 GB RAM für 31,17 € im Monat. Volumes kosten nach Kapazität und zusätzlich eine Performance-Klasse je Disk. Monitoring läuft über eine eigene Observability-Instanz. Die Monatswerte sind auf 720 Stunden gerechnet.

Hinweis: Die Angaben zu STACKIT geben den öffentlich einsehbaren Stand vom 12.10.2026 wieder (Dokumentation und Preis-API von STACKIT, Monatswerte auf 720 Stunden) und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Leistungsmerkmale und Preise können sich seither geändert haben. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuellen Angaben der jeweiligen Anbieter; verbindlich ist das konkrete Angebot. Alle Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer. Genannte Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber; es bestehen keine Partnerschaften.

Backup-Konzept und Kosten gemeinsam prüfen

Senden Sie uns Node-Pools, Volumes und Observability-Stufe Ihres SKE-Clusters. Wir stellen die Kosten bei centron daneben und zeigen, welche Sicherung dort enthalten ist. Wer zuerst selbst testen möchte: Neue Geschäftskonten starten mit 200 € Guthaben für 60 Tage.

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